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"Das beste Programm"

Mein Entscheidungsweg

Informationsmöglichkeiten

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Das beste Programm

Nichts wird so kontrovers diskutiert wie "das beste Genealogie-Programm". Wenn auch Sie vor der Entscheidung stehen, sollten Sie eines bedenken: Das beste Programm gibt es nicht. 

Jeder Forscher wird das von ihm selbst genutzte Programm empfehlen. Es ist Glückssache, ob derjenige dieselben Erwartungen an sein Programm stellt wie Sie. Versuchen Sie herauszufinden, was Sie von Ihrem Programm erwarten und grenzen Sie nach und nach ein, welche Programme diesen Erwartungen entsprechen. Wer immer ein Programm empfiehlt, kann gar nicht alle Konkurrenzprodukte kennen und wertfrei ein Urteil abgeben. Und was für den Einen das Richtige ist, weil er am liebsten mit detaillierten Listen arbeitet, ist für den Anderen ein Graus, weil das Programm Gedcom nicht unterstützt. Viele Genealogen lösen das Problem dadurch, dass sie mehrere Programme nutzen: eines für die Datenerfassung, eines für die Ausgaben. 

Ich persönlich habe von den Empfehlungen, die man mir machte, sehr profitiert. Aber leider kenne ich Fälle, in denen die empfohlenen Programme äußerst teuer waren, und die Erwartungen dann nicht erfüllt wurden. 

Versuchen Sie stets, das Programm der engeren Wahl zu testen, bevor Sie viel Geld dafür ausgeben.

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Der eigene Entscheidungsweg

Zu Beginn mussten wir im wahrsten Sinne des Wortes viel Lehrgeld bezahlen. Mein Mann schenkte mir ein über 100 DM teures Programm, das schon eine Woche später auf dem Flohmarkt landete. Ich konnte nämlich meine eigenen Kinder nicht eingeben, weil der Autor die Möglichkeit ausschloss, dass die Nachkommen den Familiennamen der Mutter tragen könnten. Auch die nächsten Programme, ...Spontankäufe oder auf Grund von Empfehlungen, wurden zu Staubfängern im Regal. An mein erstes Programm kam ich durch einen Zufall:

Ich hatte an eine Kirchengemeinde zwecks Informationen geschrieben und die Adresse des Forschers Michael Till Heinze erhalten. Mit diesem hatte ich nun einen sehr freundlichen Briefkontakt und fragte ihn nach einer geeigneten Software. Er schickte mir postwendend Disketten mit dem Programm Brothers Keeper. Dieses Programm war mir über einen langen Zeitraum eine große Hilfe. Irgendwann begann meine Suche erneut, denn diirgendwann einfach zu schlicht und mir fehlte die Möglichkeit, mit Fonts und Gestaltungselementen Einfluss zu nehmen.

Nun besorgte ich mir Demoversionen aus aller Welt und testete drauflos. Ich stellte leider fest, was noch heute Bestand hat: Kein Programm kann alles. Ich entschied mich zunächst für ein Programm, das bei den grafischen Ausgaben die Nase vorn hatte (Familienstammbaum). Doch nach und nach wurden andere Schwächen deutlich. Selbst heute, nach vielen Tests, finde ich in jedem Programm Details, die optimal gelöst sind neben Funktionen die furchtbar "unterentwickelt" sind. So wird verständlich, dass viele Familienforscher schließlich mehrere Programme nutzen. Bei diesem Vorgehen sollte aber zumindest eines stimmen: die gegenseitige Toleranz der Gedcom-Dateien. Dass trotz einheitlichem Gedcom-Standard ein solches Vorgehen oft zur Tortour wird, ist ein Thema für sich.

Auch wenn es Ihnen nun in den Fingern juckt: Schicken Sie mir bitte keine Mail mit der Frage, welches Programm ich Ihnen empfehle. Kein einziges Programm ist wirklich schlecht, alle Programme sind eben nur verschieden. Ich kann keine Empfehlung aussprechen, weil auch ich trotz aller investierter Zeit noch nicht alle Programme kenne, und weil ich selbstverständlich auch eigene Vorlieben und Vorstellungen habe, die sich mit den Ihren nicht decken müssen. Und selbst wenn ich nach Kriterienkatalogen aller Welt eine Empfehlung aussprechen würde, so ist immer auch das ganz individuelle subjektive Empfinden mitentscheidend, ob man ein Programm mag oder nicht. 

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Informationsmöglichkeiten

Es gab bereits vor einigen Jahren auf der Homepage von Ahnenforschung.net den Versuch, Software nach einem festen Schema testen. Seit 2001 gibt es nun die Zeitschrift "Computergenealogie", in der regelmäßig Testberichte nach einem umfangreichen Kriterienkatalog erscheinen. 

Mittlerweile gibt es auch eine Mailingliste, die sich ausschließlich mit genealogischer Software befasst. Man hat hier die Möglichkeit, die Nutzer einzelner Programme gezielt zu befragen und so seine eigene Entscheidung sicherer zu machen. Die Mailingliste wird initiiert durch den "Verein für Computergenealogie". Informationen unter http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/genealogie-programme

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