Wer waren die Häuplinge von Ostfriesland und was sind ostfriesische Herrlichkeiten ?

bis 999 v.Chr.
11.+12.Jahrhundert
13. Jahrhundert
14. Jahrhundert
15. Jahrhundert
16. Jahrhundert
17. Jahrhundert
18. Jahrhundert
19. Jahrhundert
20. Jahrhundert
Weihnachtsflut 1717
Maria von Jever
Häuptlinge, Herrlichkeiten
Taufe bis Tod
 

 

 
Häuptlinge von Ostfriesland

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts begannen reiche Grundbesitzer ihre Häuser in Stein zu bauen und mit Wall und Graben zu umgeben. Den Mitanwohnern gewährten sie gegen zunächst kleine Verbindlichkeiten Schutz. Als der Zustand der Regierungslosigkeit andauerte, zogen die Besitzer der Steinhäuser von Jahr zu Jahr mehr obrigkeitliche Gewalt an sich. Sie nannten sich Häuptlinge. In lateinischen Urkunden wurden sie als Capitanei, Capitales, Toparchae, Dynastae oder Domicelli bezeichnet. In älteren deutschen Dokumenten heißen sie Opstalling oder Hoetling.

Die wichtigsten Häuptlingsfamilien waren: 

  • Abdena (Emden)
  • Allena (Osterhusen)
  • Beninga (Grimersum)
  • Kankena (Wittmund)
  • Papinga (Jever)
  • Attena (Dornum)
  • tom Brok (Broke bei Engerhafe)
  • Ukena (Neermoor)
  • Cirksena (Greetsiel)
  •  

Ostfriesische Herrlichkeiten

Vom ostfriesischen Grafenhaus unabhängiges Gebiet, dessen "Herrscher" eine Reihe von Sonderrechten besaß. In Ostfriesland gab es zur  Grafenzeit zehn Herrlichkeiten, nämlich sechs adelige Herrschaften:

  • Dornum, 

  • Gödens, 

  • Jennelt, 

  • Lütetsburg, 

  • Petkum und 

  • Rysum, 

die drei Emder Herrlichkeiten:

  • Up- und Wolthusen,

  • Borssum,

  • Jarssum und Oldersum

das Lehngut Loga oder die Herrlichkeit Evenburg

Quelle: Frisia Orientalis von Dettmar Coldewey, Lohse Eising-Verlag, Wilhelmshaven

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