Zum Ort gehören: Zu Arle, im Kern ein
geschlossenes Haufendorf, gehören die Streusiedlungen Ostarle,
Ostergaste, Dreesche, Komper, Neuis, Beemoor und Südarle.
Die ältesten Höfe bilden einen
Halbkreis um die zentral gelegene Kirche. Es folgt das alte Ackerland
(Gaste) in westlicher und östlicher Richtung. In der Regel bildeten
in Ostfriesland Kirche und Gasthof den Mittelpunkt des Dorfes, die am
Marktplatz lagen. Zu Arle, im
Kern ein geschlossenes Haufendorf, gehören die Streusiedlungen
Ostarle, Ostergaste, Dreesche, Komper, Neuis, Beemoor und Südarle.
Die Kirche wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts aus Tuffstein auf einer
hohen Warf erbaut, zu einer Zeit, in der Arle noch durch ein Tief mit der
See verbunden war. Ursprünglich war sie mit Blei eingedeckt.
Bernhard von Hackforth, der Statthalter des Herzogs von Geldern,
ließ 1532 das Blei gegen den Widerstand der Arler Einwohner abdecken und
fortführen.
Foto:
Frisia Orientalis, wikipedia.org
Der ursprüngliche Glockenturm, der an der Westseite der
Kirche stand, war stark bewehrt und diente 1408 den Feinden der Hamburger
als Festung. Udo von Norden belagerte und zerstörte ihn 1430.
Mittlerweile musste die Kirche an vielen Stellen mit
Backsteinen
ausgebessert werden. Der neue Glockenturm entstand im Jahre 1886.
Foto: Dennis Wubs
Der geschnitzte Altar entstand um
1480, die Bemalung ist aus dem 17.Jahrhundert. Das spätgotische
Sakramentshäuschen stammt aus dem 15.Jahrhundert. Die Löwen sind noch
original, die anderen Figuren im 19.Jahrhundert erneuert.
Foto:
Dennis Wubs
Die Kanzel stammt
aus der Werkstatt von J.Cröpelin, Esens.
Foto: Dennis Wubs
Die Orgel bauten H.J.Müller aus
Wittmund und J.G.Rohlfs aus Esens im Jahre 1799.
Foto:
Dennis Wubs
Der Taufstein stammt aus dem 13. Jahrhundert, ebenso wie die vier
Sarkophagdeckel an der Nordwand.
Sacrale Gegenstände erinnern noch heute an eine Arler Familie: Ein
silberner Kelch ist beschriftet: "...hat der Leutn. Hayo Jehnen und
dessen nachgelassene Wittibe Fenne Reentien zu gottes ehre on der gemeinde
zu Arle zum christlichen andenken verehret Anno Christi 1695 (mit
Hausmarke)." Eine Patene hinterläßt die Witwe durch ihren
nachgelassenen jüngsten Sohn Harre Hayen 1706, und eine Taufschale stiftet
ebenfalls durch Harren Hayen 1706 dessen älterer Bruder Jehne Hajen zu
seinem seel. Andenken.
Jeden Montag um 10.30 Uhr finden Kirchenführungen statt. Für
Besichtigungen außerhalb dieser Zeit kann man sich den Schlüssel
vormittags im Pfarrbüro, nachmittags im Pfarrhaus abholen.
2004
erschien ein Ortsfamilienbuch über die Familien aus Arle. Auskünfte
daraus erteilen gerne Paul-Reinhard
Peters und Hertha Haack.
In den QuF ("Quellen und Forschungen, eine vierteljährlich
erscheinende Zeitschrift der Upstalsboom-Gesellschaft)
erschien in Heft 4/1999, Seite 100: "Speckregister 1580"
Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so
lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu
machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht
werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie
einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:
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