Zur Ortsgeschichte
- Lage: 53.72°N
7.37°O
- Zum Ort gehören: Ostdorf und Westdorf
- Satellitenbild
- Luftaufnahme
Baltrum ist die kleinste und unfruchtbarste
Insel. 1398 wird sie erstmals als Insel Baltering erwähnt. 1650
bewohnten 14 Familien die Insel.
Zahlreiche Sturmfluten zwischen 1737 und 1825 raubten der Insel
insgesamt fast 2,5 Kilometer Land im Westen. In diesen beiden genannten
Jahren wurde die Insel vermessen und eine Karte angefertigt. Auf der Karte
von 1825 wurde schriftlich festgehalten, welche Verluste zu beklagen
waren:
- Westdorf hatte sieben Häuser in der Flutnacht ruiniert. Das eine
noch stehende Haus- die Prediger- Wohnung mit Kirche- wird in
- Mitteldorf wieder aufgebaut. das ganze Westdorf ist in 1825 nach
Mitteldorf verlegt.
- Ostdorf: vier gute Häuser, von denen die Flutnacht drei gänzlich
demolierte, die im Sommer 1825 wieder aufgebaut sind.
Das hier erwähnte Mitteldorf hat sich aufgrund der weiteren Wanderung
der Insel zum heutigen Westdorf entwickelt. Zwischen 1872 und 1875 wurden
zum Schutz vor weiterem Landabbau im Westen erste Steinbuhnen gebaut. Seit
etwa 140 Jahren ist die Westseite der Insel nun gesichert.
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Die ev.-luth. Kirche
In den letzten 200 Jahren wanderte die Insel mehr und
mehr nach Osten. Daher musste die Kirche mehrfach verlegt werden: innerhalb
von 200 Jahren hatte die kleine fünf Kirchen.
Die älteste erwähnte Kirche der Insel lag westlich
der Wohnsiedlung und wurde 1736 als baufällig bezeichnet, wurde 1746
überflutet und 1747 abgebrochen.
In
einem Schreiben bat der damalige Pastor, Inselvogt und Schullehrer C.A.
Heinsius 1745 kurz nach einer furchtbaren Sturmflut um seine Versetzung.
Dies verdeutlicht die damals nahezu unerträglichen Lebensbedingungen auf
der Insel: "und bitte gehorsamst, ja inständig, sich meiner zu
erbarmen und (dafür zu sorgen), dass ich von diesem wüsten, jämmerlichen
und gefährlichen Ort erlöstet werde, ich kann unmöglich länger hier
leben noch wohnen oder Gott muss Überschwengliches an mir thun. Die
Menschen sind allhier wie grimmige Bären und wie die Wölfe vor Hunger und
Kummer, weil sie ihr Brodt nicht mehr erwerben können, kein Vieh kann noch
gehalten werden, die Häuser fallen ein."
Die nächste Kirche wurde 1754 östlich der Siedlung
erbaut. Sie stand bis 1808. Durch die Wanderung der Inseln liegen die
Standorte dieser Kirchen heute auf dem Strand der heutigen Insel
Norderney.
Bereits 1800 entstand das nächste Kirchengebäude.
Es stand bis 1825.
Da es keine Straßenbezeichnungen gibt, sind alle Häuser der
Insel durchnummeriert. Haus Nr. 8 ist die alte Kirche von 1826. Sie gehört
zu den "größten Sehenswürdigkeiten" des Dorfes. Neben der
Kirche hängt an einem einfachen Holzgerüst eine Glocke, die vorher als
Schiffsglocke auf einem holländischen Segler gedient hat, und mit dem
Segler vor Baltrum strandete.
Zum Altargerät gehört ein Kelch, gestiftet von der
Prinzessin Katharina von Schweden, der Gemahlin des Grafen Edzart II
zwischen 1559 und 1599.
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Adresse
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Links zur Region bzw. Kirche
Nordwestreisemagazin
baltrum-online.de
http://www.baltrum.de/
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Kirchenbücher und andere
Quellen
Kirchenbücher sind erhalten ab 1707, dabei
sind Lücken bei den Aufzeichnungen der Verstorbenen 1787 - 1791.
Das OSB Nr. 3
beinhaltet die Familien auf Baltrum
Bei den Mormonen kann man verfilmt einsehen:
-
| Zivilstandsregister,
1812, Bürgermeisterei |
Film
1257057 Items 15-18 |
-
- Kirchenbuchduplikat,
1827-1874
-
| Kirchenbuchduplikat |
Film
1187663 Items 6-9 |
-
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Familienforscher
dieses Kirchspiels
| Name, WWW-Adresse des Forschers |
erforschte Familiennamen des Ortes |
Sprache |
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Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so
lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu
machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht
werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie
einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:
anmeldung@genealogie-forum.de
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Verwendete Quellen: siehe
bitte unter Impressum |