Gemeinde Bunde, Rheiderland, Landkreis Leer
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Ev.-ref. Kirche
Adresse
Links zur Region
Kirchenbücher und andere Quellen
Kontakte zu Forschern dieses Kirchspiels

Zur Ortsgeschichte

Lage: 53.18°N 7.27°O
Zum Ort gehören: Charlottenpolder, Interessentenpolder, Bunderneuland, Eberhards Polder, Lorenzpolder, Süder Christian Eberhards-Polder, Bunderhee, Bunderhammerich, Norder Christian-Eberhards-Polder
Satellitenbild 

Letzter Ort vor der heutigen holländischen Grenze. Durch die Durchbrüche des Dollarts wurde Bunde zu einem Hafenort (das Wappen zeigt es noch heute), aber wo der Hafen gelegen hat, kann man heute nicht mehr sagen. Durch die Eindeichungen wurde Bunde vom Hafen zu einem Ort im Landesinneren. 

In der Steinstraße 64 in Bunderhee steht ein kleines Steinhaus, ganz unscheinbar hinter den Bäumen. Es ist der Rest einer Häuptlingsburg aus dem 14. Jahrhundert. Um dieses Haus ranken sich einige Gespenstergeschichten. Heute befindet sich darin die Orgelakademie.

Heye Tammen war der erste Lehrer der Gemeinde Bunde gewesen. Für eine Summe von 20 Gulden und dem Nutzungsrecht an einem Stück Land unterrichtete er die Bunder Kinder in Lesen und Schreiben. Im Staatsarchiv Aurich läßt sich die Geschichte der Schule und seiner Lehrer fast lückenlos nachverfolgen.

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Die ev.-ref.  Kirche

Das Gebiet der Kirchengemeinde erstreckt sich im Grenzflecken Bunde vom Gemeindeteil Bunderhee im Norden über Bunde, Bunderneuland und Charlottenpolder bis nach Boen im Süden. Zur Parochie gehören derzeit etwa 3.200 Gemeindeglieder.

1719 eingepfarrt waren : Alt Bunderneuland, Charlottenpolder, ChristiansEberhardPolder, später kamen hinzu: Bunder-Neuland, Bunderhee, Bunderhammrich

Im Zentrum von Bunde steht die Evangelisch-reformierte Kirche (ehemals "St. Martin"). Der Bau der Backsteinkirche auf dem höchsten Punkt des Bunder Geestrückens wurde  bereits um das Jahr 1200 begonnen. Zunächst als Langschiff gebaut wurde sie  um 1260 - 1280 zur Kreuzkirche erweitert. Der ursprüngliche Turm wurde  schon 1246 durch einen Orkan zerstört. 

Nordseite

Vor einigen Jahren wurden bei Grabungen in 50 cm Tiefe die Reste zweier Türme entdeckt. Man vermutet, dass sie ursprünglich in den Ecken zwischen Chor- und Seitenflügel gestanden haben. Diese wurden wohl, als 1501, laut Chronik des ostfriesischen Häuptlings Eggerik Beninga, die Groninger über den Dollart nach Bunde kamen, und die Kirche samt Dorf niedergebrannt wurde. 

Der Dachgiebel der Ostwand und der Südgiebel des Querschiffes wurden 1696 bzw. 1705 renouviert. Nur der nördliche Dachgiebel des Querschiffes mit seinem prachtvollen Rautenmotiv aus Backstein blieb bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten. 

Der Turm wurde 1840 erbaut.

Ostseite
Auch sonst erlebte die Kirche  bis heute viele Veränderungen. Rundbögen wurden zugemauert und neue Fenster hineingebrochen.  

 

Der ursprüngliche Altarraum dient heute als Abendmahlsraum. Vom Chor wird er durch einen Lettner getrennt.

1705 wurde das einstige Steingewölbe durch ein hölzernes Tonnengewölbe ersetzt. 

Seit 1720 befinden sich die Kirchenbänke und die Kanzel, beides aus Eichenholz geschnitzt, in dieser Kirche. 

Während Renovierungsarbeiten 1958 entdeckte man im Chor Blendfenster, Arkarden, Rundbögen und Okulis. Doch damit war noch nicht das Ende der Überraschungen erreicht.

1980 fand man im Abendmahlsraum, als wegen Salpeterschäden große Putzflächen von den Wänden geschlagen werden mussten, zwei Sakramentshäuschen.

Video von Luitklokken bei YouTube:

 

 Weitere Kirchen in Bunde:

Es gibt noch zwei weitere Kirchen in Bunde, die aber für den Forscher keine Rolle spielen: 

Die lutherische Emmaus-Kirche: Kirchenbücher: Taufen ab 1928, Trauungen ab 1923, Tote ab 1953. Die Kirche wurde erst 1967 erbaut. Vorherige Eintragungen lutherischer Einwohner erfolgten in Weener.

Die alt-reformierte Kirche wurde erst 1965 erbaut. 

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Adresse

 Ev.-ref. Pfarramt
Ahornstr.6
26831 Bunde
Tel.: 04953/ 910044

Der Kirchenrat Bunde hat am 2. Mai 1996 beschlossen, „auf die Einsichtnahme in die Originale unserer alten Kirchenbücher bei genealogischen Nachforschungen künftig grundsätzlich zu verzichten, um diese alten Dokumente zu schonen. Bei Anfragen betreffs Ahnenforschung soll auf die Archive verwiesen werden, in denen sich Duplikate, Abschriften oder EDV-gestützte Nachforschungsdatenbanken unserer Kirchenbücher befinden.“

Somit von großem Interesse dürfte die folgende Adresse sein:

  • Evangelisch-reformierte Kirchenbuchstelle, P.i.R. J. Ringena
    Grafenstraße 11, D-49828 Neuenhaus
    Telefon +49 5941 5461.

In den Niederlanden befinden sich ebenfalls Kopien der Kirchenbücher Bunde auf Microfiche. Dort sind Auskünfte möglich beim:

  • Centraal Bureau voor Genealogie
    Postbus 11755, NL-2502 AT Den Haag
    e-Mail: info@cbg.nl
    Telefon für genealogische und heraldische Auskünfte +31 70 3150570

E-Mail  

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Links zur Region bzw. Kirche

http://www.reformiert-bunde.de

Eine detailierte Seite über die Juden in Bunde: http://www.weener-online.de/bunderjuden.htm 

http://de.wikipedia.org/wiki/Reformierte_Kirche_(Bunde) 

Weitere Informationen zur Kirche

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Kirchenbücher und andere Quellen

 Kirchenbücher ab 1727 

Bei den Mormonen können eingesehen werden:

Original-Kirchenbücher:

Taufen, Heiraten, Tote 1727-1766 (l. S.) 1810467
Taufen, Heiraten, Tote 1727-1766 (r. S.) 1810468
Taufen 1766-1811 (l. & r. S.) 1810465
Heiraten 1766-1852 (l. & r. S.) 1810466
Taufen 1811-1852 (l. & r. S.) 1810469
Taufen 1853-1871 (l. & r. S.) 1810470
Taufen 1872-1875 (l. & r. S.) Heiraten 1853-1871 (l. & r. S.) Heiraten 1872-1875 (l. & r. S.) 1810471
Tote 1766-1828 (l. & r. S.) Tote 1829-1852 (l. & r. S.) 1810472
Tote 1853-1871 (l. & r. S.) Tote 1872-1875 (l. & r. S.) 1810473 
 

Kirchenbuch-Duplikate:

Taufen 1828-1852 1187671 Item 7
Taufen 1853-1874 Heiraten 1828-1837 Heiraten 1853-1874 Tote 1828-1852 1187672
Tote 1853-1874 1187673 Item 1

Standesamtsregister:

Namensregister 1812, Geburten, Proklamationen, Heiraten 1811-1812 1257593 Items 20-27
Heirats-Beilagen, Tote 1811-1812 1257594 Items 1-4
Tote, Heiraten, Geburten 1812-1813 1258181 Item 4

Matrikel 1844 - 1924 der jüdischen Gemeinde Bunde:

Matrikel 1257051 Items 10-11

In den " QuF" (=Quellen und Forschungen) der Upstaalsboom-Gesellschaft Aurich, Heft 3/1996 Seite 74 ff finden Sie die "Kopfschatzung der Personen und Ländereien zu Bunde 1719" von Erhard Schulte

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Familienforscher dieses Kirchspiels

Name, WWW-Adresse des Forschers erforschte Familiennamen des Ortes Sprache
Wolfgang Smit Eilers, Smit  
Gary Winterbour Winterboer
Klaus Euhausen
Boudewijn Prijt Priet, Prijt/Priait Flagge Niederlande

Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus dem Kirchspiel Bunde  haben, so lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in dieser Gegend erforscht werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:

anmeldung@genealogie-forum.de

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Verwendete Quellen: siehe bitte unter  Impressum, siehe auch: Liste der historischen Kirchen in Ostfriesland

Kirchen der Gemeinde Bunde

Bunde
Ditzumerverlaat
Landschaftspolder
Wymeer

Weitere Gemeinden im Rheiderland:

Bunde
Jemgum
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