Die
St.-Florians-Backsteinkirche in Burhafe entstand als Neubau im Jahre 1821
auf einer hohen Warf.
Reste der vorhergehenden Tuffsteinkirche wurden für das Fundament
verwendet. m Innern ist mit Ausnahme der hölzernen Decke und der
Bestuhlung die alte Ausstattung des mittelalterlichen Vorgängerbaus
erhalten: der Altar aus dem Jahre 1744, die hölzerne Taufe von
1657, die Orgel von 1794.
Abseits steht der ebenfalls neue Glockenturm.
Einst warf ein Riese mit einem Findling nach dem
Glockenturm, der dadurch in eine Schieflage geriet. Der Findling (möglicherweise
aus einem Megalithgrab stammend) liegt noch am Eingang des Friedhofes.
"Voßkutt" heißt er im Volksmund,
weil sich einmal der Teufel in Gestalt eines Fuchses eng an ihn preßte
(die Eindellung ist noch deutlich zu sehen), als er einen Jäger, der
selbst an Karfreitag das Jagen nicht lassen konnte und den Fuchs kreuz und
quer über den Friedhof verfolgte, zum Narren hielt. Was mit dem Jäger
passierte, ist nicht sicher überliefert - vermutlich blieb er gleich auf
dem Friedhof...
Zum Altargerät gehört eine zinnerne
Weinflasche mit der Innschrift: "Anno 1692 am Gründonnerstag hat die
ehr- und tugendsahme Eiie Wilts, des ehr- und vorachtbaren Wilt Wiltes zu
Burhave Brauwer und Krügers liebwerte Hausfraue dieses Zinner Geschirr
aus christl. Mildigkeit auf den Altar des Herrn praesentiert."
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