Der 65 m hohe und bis zu seiner höchsten
Spitze 364 Stufen zählende Leuchtturm gilt als das Wahrzeichen des Ortes.
Im Betriebsgebäude der Leitfeueranstalt ist ein im Jahre 1906 erbauter,
heute noch voll funktionsfähiger Dieselmotor, der als Notstromaggregat
verwendet wurde, zu besichtigen. Am
Ortseingang befindet sich ein landwirtschaftliches, agrartechnisches
Museum mit einer reichen Sammlung an Geräten und Maschinen.
Zum Ort gehören: Rüsthofen, Buschhaus,
Campener Vorwerk, Heiselhusen, Dyksterhus
Die Backsteinkirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut
und ist nur auf den ersten Blick eine einfache Dorfkirche wie viele
andere. Der freistehende Glockenturm wurde im Nordwesten der Kirche
errichtet. Die Glocke dürfte die älteste Ostfrieslands sein: Die darauf
angegebene Jahreszahl lautet 1295. Drei Eingänge wurden im 16.
Jahrhundert vermauert und durch die gotisch gestaltete Tür in der
Westwand ersetzt.
Wenn man die Kirche betritt, bietet sich ein
überwältigender Anblick dar, den man von außen nicht vermuten würde.
Zierrippen, Fischgrät-, Schachbrett- und Flechtwerkmotive: alle
Möglichkeiten, die Backsteine nur bieten wurden voll ausgeschöpft.
Umrahmt von Malereien bildet alles zusammen ein herrliches
Bild.
Gleich mit
Beginn der Reformation traten die Einwohner Campens zur reformierten
Religion über. Doch als 1564 Campen wie viele Nachbardörfer in den
Besitz der lutherischen Prinzessin Katharina, der Tochter des schwedischen
Königs und Ehefrau des Grafen Edzart II. überging, stellte diese einen
lutherischen Pfarrer ein. Im Jahre 1600 protestierten die Dörfer
erfolglos gegen die religiöse Bevormundung. Während die Nachbardörfer
sich nach und nach fügten, gab Campen nicht auf, sich zu beschweren. Doch
erst 1640 bekamen die Campener Unterstützung aus Emden und bekamen
endlich wieder
einen reformierten Pfarrer.
Die Kanzel wurde 1794 erbaut, die Orgel kam 1835 in die Kirche.
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