Canhusen ist ein kleines verträumtes
Dorf zwischen Loppersum und Wirdum. Wie in fast allen Dörfern der Krummhörn
gab es auch in Canhusen im 13. Jahrhundert eine Burg , die dem Häuptling
Folkmar Allena gehörte. Diese wurde jedoch 1379 durch Okko tom Brok zerstört.
In dieser ersten urkundlichen Erwähnung heißt der Ort Kanenghusen.
Die Vorgängerkirche wurde 1560 errichtet. Bis
zu dieser Zeit war das nahe gelegene Kloster Aland Kirche der Einwohner.
Der erste Prediger in der
neuen Kirche, Johann Luderus, gibt sein Amt 1589 ab, weil er nur noch
Schulmeister sein will. Am 17. November 1684 wird mit dem Bau der Spätrenaissancekanzel
begonnen. Auftraggeber ist die Familie Polmann aus dem niederländischen
Appingedam. Gleichzeitig wurde eine Erweiterung der Kirche durch Anbau
einer Gruft (Grabstätte der Familie Polmann) in Angriff genommen. Die
Kanzel wird an der Nordseite angebracht.
1789 erhält die Kirche ihr
heutiges Aussehen. Die Gruft wird vermauert, im Westteil die Kirche verkürzt,
die Kanzel an der Ostseite angebracht. Der Türstein nennt Ude Willms
Ellerbroek als Kirchvogt der damals vakanten Kirchengemeinde.
Bei der 1989 vorgenommenen
Renovierung der Kirche wird die Gruft entdeckt, die Kanzel von
Farbanstrichen befreit, neue Fenster eingebaut. 1994 kauft die
Kirchengemeinde von der Gemeinde Haukensiek- Gohfeld eine dreißig Jahre
alte Orgel, die ihren Platz an der Nordseite des Kirchraums findet.
Heute bilden die
Kirchengemeinden Loppersum und Canhusen eine Pfarrstelle, deren Pfarrhaus
in Loppersum steht.
Videoaufnahme des
Glockengeläutes bei YouTube von Dennis Wubs:
Kirchenbücher sind erhalten ab 1740.
Man kann sie bei der Upstalsboom- Gesellschaft auf Microfiches
einsehen.
OSB
(Ortsfamilienbuch) Band Nr.41 dreht sich um die Familien aus Canhusen.
Bei den Mormonen kann man sich zur Einsicht
bestellen:
Kirchenbuchduplikat,
1828-1874
Taufen,
Heiraten, Sterben 1828-1852
Film
1187675 Item 7
Taufen
1853-1874
Film
1187675 Item 8
Heiraten
1861-1874
Film
1187676 Item 1
Sterben
1861-1874
Film
1187676 Item 2
In den QuF (="Quellen und Forschungen",
viertelj.
erscheinende Zeitschrift der Upstalsboom-Gesellschaft) erschien in Heft
4/1995, Seite 119 das "Personalschatzungsregister 1719".
Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so
lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu
machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht
werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie
einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:
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