Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wird Driever von Ubbo Emmius, der in
seiner "Friesischen Geschichte" davon berichtet, dass das Dorf im
Jahre 1442 von Plünderern aus dem Groninger Land überfallen wurde.
Früher war Driever ein sehr lebendiges Dorf, heute gibt es hier nur
noch eine Kneipe und die Kirche als Treffpunkt für die Bewohner. Für
Einkäufe muss man ein Nachbardorf aufsuchen.
Die Sturmflut vom 4.3.1817 riss östlich der
Ortschaft den Weekeborger Siel heraus. Die Flut überschwemmte das ganze
Overledingerland und bedeckte die Ländereien mit Sand und Schlick.
"Fruchtlos waren mehrere Versuche, den Siel zu dämpfen. Erst am 14.
Mai gelang es, bis dahin sah man Ebbe und Flut im Overledinger Land,
wie hundert Jahre früher im Emsinger. Das Gras war verdorben, kein Vieh
konnte auf die Weide gehen, noch Korn gesät werden. Drei Menschen
verloren bei der Ausbesserung ihr Leben." schrieb Friedrich Arends
über diese Zeit.
Die Kirche von
Driever wurde 1685 erbaut. Doch schon nach 200 Jahren wurde eine Erneuerung
fällig. Nur der alte Glockenturm von 1696 ist im Original geblieben. Schon kurz
nach der Reformation wechselten die Bewohner vom katholischen zum
reformierten Glauben über, daher ist die Kirche recht schmucklos
ausgestattet.
In der Kirche befindet sich eine Tafel mit den Namen der Dorfbewohner,
die im 1. und 2. Weltkrieg ihr Leben gelassen haben.
Ein Video des Kirchturms beim Glockenläuten von Dennis Wubs bei
YouTube:
Buchtipp: "Die
Einwohner in Driever, 1598-1806" : eine Dokumentation der
Steuerregister mit einer Chronik des Kirchspiels sowie Registern und Ergänzungen
zum OSB Driever von Jürgen
Sternsdorff
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