Die erste Kirche
in Dykhausen stammt bereits aus dem aus dem 12. Jahrhundert.
1385 ließ der Etzeler Häuptling Ine Widdeken von
seinen Gefolgsleuten neben anderen Gotteshäusern auch die Dykhausener
Kiche zerstören. Der Wiederaufbau fand unter Verwendung der Reste des
Granitmauerwerks als Sockelzone und der granitnen Süd- und Nordportale
statt, letztere wurden aber vermauert.
1428 wurde der Bau, der durch Einbau eines
Kellergewölbes als Grablege der Häuptlinge von Gödens diente, als
"feste" Kirche bezeichnet. 1457 hat das Gotteshaus während der
Häuptlingsfehden schweren Schaden genommen. Ebenfalls im 15 Jh. traten die Patronatsherren und die
Gemeinde zum evangelisch - reformierten Bekenntnis über, was die Entfernung der
mittelalterlichen Ausstattung zur Folge hatte. Nur das Weihwasserbecken
wird bis heute als Taufbecken weiter genutzt.
Das durch Ausweichen der Außenmauern
einsturzbedrohte Gewölbe wurde 1631 (oder 1707) abgebrochen und durch
eine Holzbalkendecke ersetzt.
1911 wurde der hochragende, mit Klinkersteinen
verblendete Westturm mit querliegendem Satteldach in das erste Joch
eingestellt. 1942 weitgehende Zerstörung durch eine Sprengbombe, wobei
Umfassungsmauern und Turm erhalten blieben. 1950 wurde die Kirche wieder
aufgebaut. Die Ausstattung ist neu. Heute ist die Kirche sehr auffällig durch ihre Lage
auf steiler Warf und den in den Baukörper eingestellten hohen Turm.
Bemerkenswert sind die 11 aufrecht stehenden
Grabplatten aus dem 16.-18. Jh. und zwei Epitaphien.
Zum Altargerät gehören ein Becher, gestiftet von
Johann Gerrits und seiner Frau Anneke Bodens, 1655; eine zinnerne Flasche
für Abendmahlswein gestiftet am 30.3.1651 von Gerriet Peters,
Kirchenvorsteher zu Diekhausen, Gerke Regenstorpf, Armenvorsteher, Bernd
Barlage, Armenvorsteher, Wessel Krabbe, Gastgeber in der Niew Stadt
Gödens (Neustadtgödens).
Ein Video vom Kirchturm beim Glockenläuten
von Dennis Wubs, eingestellt bei YouTube:
Kirchenbücher sind erhalten ab 1611. Aufzeichnungen
1650 bis 1651 fehlen komplett, Taufen
1678 bis 1690 unvollständig, Sterberegister
1750 bis 1775 fehlt komplett.
Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so
lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu
machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht
werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie
einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:
Die Inhalte und Fotos dieser Internetpräsenz
unterliegen dem Urheberrecht. Ausnahme
bilden hiervon die Fotos von wikipedia.org. Diese dürfen bei Nennung des
Urhebers kopiert und verwendet werden.