Entstanden ist
der Ort bereits um 800 nach Christus. Im Mittelalter als Handels- und Marktort auf dem
sturmflutsicheren Geestrand unweit der Küste gegründet.
(Foto:
Neuharlingersiel von zaubervogel, Pixelio.de)
Eingepfarrte Orte: Stadt Esens,
Bensersiel, Damsum, Holtgast, Moorweg zum Teil ( Altgaude, Klosterschoo,
Neugaude, Schoo, Wagnersfehn), Ostbense, Groß Holum, Klein Holum, Sterbur, Utgast
Benannt wurde die Kirche nach dem Heiligen
Magnus von Trani, dessen Gebeine in einem Schrein in der St.
Magnuskirche in Esens bestattet worden sein soll.
1442 erfolgte der Bau einer
Kirche
im gotischen Stil anstelle einer noch älteren Vorgängerkirche. Der Kirchturm wurde wahrscheinlich bei der Beschießung
der Stadt durch die Bremer 1540 zerstört. Im 19. Jahrhundert wurde die ganze Kirche
leider baufällig und musste ersetzt werden.
Der jetzige Bau von 1848 präsentiert sich im so genannten Rundbogenstil.
Der Westturm entstand bereits 1844. In diesem 51
Meter hohen Turm befinden sich laut wikipedia.org die Marienglocke von
1475 (umgegossen 1844), die St. Magnus Glocke von 1482 (umgegossen 1728),
die Luther Glocke von 1483 (umgegossen 1881, 1906, 1913 und 1917 an den
Staat abgegeben, erst 1975 wurde sie ersetzt) und die Friedensglocke von
1925. Im Glockenturm befindet sich heute außerdem ein Museum.
Das Innere ist als
dreischiffige neugotische Hallenkirche gestaltet. Die meisten Ausstattungsstücke
stammen noch aus dem Vorgängerbau: der 1714 bezeichnete
Altaraufsatz, die Kanzel aus dem Jahre 1674 und das
Bronzetaufbecken von 1474.
Die prachtvolle Sandsteintumba
des 1473 verstorbenen Ritters Sibet Attena steht ebenfalls in der
Kirche.
Sibet
(*um 1425, + 8.11.1473) war Sohn von Sibet von Dornum (+ 1433) und
Frouwa von Manslagt, einer Tochter von Enno Cirksena und nannte sich
seit 1455 Häuptling von Esens, Stedesdorf und Wittmund. 1464 wurde
er zum Ritter geschlagen. Nach seinem Tod errichtete
man ihm in der heutigen St. Magnus-Kirche den prachtvollen
Sandsteinsarkophag.
Kinder aus 1. Ehe mit Onna von
Stedesdorf:
Wibet, * ..., verheiratet mit
Tyader von Jever (ohne Abkömmlinge),
Hero von Dornum = Hero Omken,
verheiratet mit Armgard, Gräfin von Oldenburg,
Frouwa, verheiratet mit Edo
Wiemken d.J., Häuptling von Jever (ohne Abkömmlinge)
Kinder aus 2. Ehe mit Margarethe von
Westerwolde:
Ulrich von Dornum
Sibo (ohne Abkömmlinge)
Daneben finden sich in der
Kirche mehrere Epitaphien
des 16. bis 17. Jh. Die Orgel (1848 bis 1860) ist die Größte
in Ostfriesland aus dem 19. Jahrhundert.
Ein Video vom Glockenläuten, aufgenommen von Dennis
Wubs und eingestellt bei YouTube:
"Die Weinkaufprotokolle des
Amtes Esens 1554 - 1811" von Heyko Heyken, Ostfr. Familienkunde.
"Die Juden in Esens"
: Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Esens von den Anfängen im
17. Jahrhundert bis zu ihrem Ende in nationalsozialistischer Zeit von Gerd
Rokahr, Aurich : Verlag
Ostfriesische Landschaft, c1987, ISBN/ISSN 3925365206,
"Die Weinkaufsprotokolle
des Amtes Esens", bearbeitet
von Meino Mammen ; überarbeitet, geschrieben und mit Register versehen
von Hans Rudolf Manger, Aurich
: Verlag Ostfriesische Landschaft, 1966
Es wundert mich oft, dass es überhaupt
noch Friedhöfe mit alten Grabsteinen gibt. Grabstellen sind keine
Ruhestätten auf ewig- es sind gemietete Liegeflächen. Ist die Frist von
meist 30 Jahren verstrichen und wird die "Mietdauer* von noch
lebenden Angehörigen nicht verlängert, so wird der Grabstein entfernt
und das Grab neu vergeben. Die entfernten Grabsteine werden zerstört-
niemand hat so viel Kapazitäten frei die anfallenden Grabsteine zu
bewahren. Aber es sind Zeitzeugen. So werde ich zukünftig Fotos von
*entsorgten* Grabsteinen sammeln. Wer einen Friedhof besucht und dort
solche Grabsteine findet, kann mir gerne Fotos zukommen lassen. Online
gestellt können diese Fotos vielleicht dem einen oder anderen Forscher
eine Hilfe sein.
Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so
lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu
machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht
werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie
einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:
Verwendete Quellen: siehe
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Namensnennung erlaubt (das Urheberrecht bleibt trotzdem bei ihm, das
heißt man darf nicht behaupten das Bild selbst aufgenommen zu
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