Gemeinde Friedeburg, Landkreis Wittmund
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ev.-luth. St.-Martinuskirche
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Kirchenbücher und andere Quellen
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Zur Ortsgeschichte

Lage: 53.47°N 7.87°O 
Zum Ort gehören: Stapelstein, Pumperhörn, Münsterland, Riepen, Hohejohls, Moorstrich, 
Satellitenbild 

Die erste Besiedlung erfolgte schon in der Steinzeit. Im Ortsteil Stapelstein befindet sich ein Hünengrab (2.000 v. Chr). Im westlich von Etzel gelegenen “HiIl'gen Moor“ ist der Fundort einer Moorleiche aus dem 1.4. Jh. n. Christi. Erwähnt wurde der Ort erstmals 1134 als Ezele. 

Im 14. und 15. Jh. regierte in Etzel die Häuptlingsfamilie Inema (ihr Stammhaus war ein Steinhaus nordöstlich der Kirche). 

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Die ev.-luth.  St.-Martinus-Kirche

1719 waren eingepfarrt: Foßenbarg, Stapelstein, Südwending

Auch die Etzeler Kirchengemeinde gehörte bis zur Reformation der römisch-katholischen Kirche an. Die erste Kirche muss es schon um das Jahr 1000 gegeben haben. Als diese Holzkirche einem Brand zum Opfer fiel, wurde der Kirchenhügel erhöht und eine neue Holzkirche gebaut. Doch im 12. Jahrhundert brannte auch diese Kirche ab. Danach entstand nach einer nochmaligen Erhöhung der Kirchwarf die heutige Steinkirche. 

Im 16. Jahrhundert ist die Kirche durch einen Blitzschlag schwer beschädigt worden. Beim Wiederaufbau wurde die Kirche verkleinert. 

Der abseits stehende Torturm entstand im 17. Jahrhundert. Die Wetterfahne zeigt das Wappen der Inemas, einem mit ausgebreiteten Flügeln und rechtsgewendeten Kopf dargestellten Adler, und trägt die Jahreszahl 1667.

Das Kircheninnere überrascht durch seine reichhaltige Ausschmückung. 

Im Jahre 1711 verfügte der Hausmann Johan Hinrich Wilken, dass von seinem Nachlass ein Altar für die Kirche zu schenken sei. Seine Witwe gab den Altar für 180 Taler in Auftrag und 1714 wurde er aufgestellt.

Aus Holzschnitzarbeiten sind fünf Szenen aus dem neuen Testament abgebildet. Im unteren Teil ist die Geburt Jesus in Form der bekannten Krippen dargestellt. Das Hauptbild zeigt das Abendmahl. Darüber ist die Kreuzigung dargestellt. Abgerundet wird das Gesamtbild mit der Darstellung der Himmelfahrt und dem Bildnis Jesus als Weltherrscher.

Der Taufstein von 1713 ist ein Geschenk von Albertus Seba (1665-1736) "aus Etzel gebürtig und itzo weltberühmter Apotheker in Amsterdam" 

Ein  Kelch von 1687 wurde gestiftet von Pastor Ortgießen, den Erben von Eilcke Heeren, den Erben von Eggen Meyer, Wilcke Harmens Schuhmacher, Focke Harms, Henrich Memmen Strömer.

Die drei Messingkronleuchter stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Die Orgel wurde 1864 geliefert und eingebaut. Bis zu diesem Zeitpunkt oblag es dem Küster als Vorsänger den choralen Ablauf des Gottesdienstes zu leiten.

An der Nordseite des Kirchenschiffes ist das alte Altarbild, dem Vorgänger des jetzigen Altars angebracht. Trotz Widerstände von pastoraler Seite, wurden ebenfalls an der Nordseite die Tafeln zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege angebracht.

1968 wurde nach tausendjährigen Geschichte die Pfarrstelle Etzel aufgehoben und mit der Nachbargemeinde Marx vereinigt.

Eine Aufnahme dieser Kirche wurde bei YouTube eingestellt von "Poldersiel":

 

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Adresse

Pastor Engelbert Groen
Papenstr. 18
26446 Friedeburg - Marx
Tel.: 04465 / 8101
Fax: 04465 / 945837
eMail:
KG.Marx-Etzel@evlka.de
 
Den Schlüssel zur Kirche bekommt man in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche (siehe Aushang im Schaukasten im Glockenturm).
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Links zur Region bzw. Kirche

http://www.etzel-ostfriesland.de

http://www.panoramio.com/photo/7532712 

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Kirchenbücher und andere Quellen

 Kirchenbücher sind erhalten ab 1652. Dabei fehlen bei den Taufen Sept. 1812 - Januar 1815, bei den Trauungen Juli 1812 - April 1815,  und bei den Toten September 1812 bis Januar 1815. 

Bei den Mormonen liegen verfilmt vor 
 Zivilstandsregister
 
Zivilstandsregister, 1811-1812 Film 1257059 Items 22-30
 
Kirchenbuchduplikat, 1794-1873
 
Taufen, Heiraten, Tote 1794-1805, 1827-1852 Film 1187687 Items 26-27
Taufen, Heiraten, Tote 1853-1873 Film 1187688 Items 1-6

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Familienforscher dieses Kirchspiels

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Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:

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Verwendete Quellen: siehe bitte unter  Impressum, Foto Frisia Orientalis, Wikipedia.org

siehe auch: Liste der historischen Kirchen in Ostfriesland

Kirchen der Gemeinde Friedeburg:

Etzel
Horsten
Marx
Reepsholt

 

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