Die erste Besiedlung erfolgte schon in der Steinzeit. Im
Ortsteil Stapelstein befindet sich ein Hünengrab (2.000 v. Chr). Im
westlich von Etzel gelegenen “HiIl'gen Moor“ ist der Fundort einer
Moorleiche aus dem 1.4. Jh. n. Christi. Erwähnt wurde der Ort
erstmals 1134 als Ezele.
Im 14. und 15. Jh. regierte
in Etzel die Häuptlingsfamilie Inema (ihr Stammhaus war ein Steinhaus
nordöstlich der Kirche).
1719 waren eingepfarrt: Foßenbarg, Stapelstein,
Südwending
Auch
die Etzeler Kirchengemeinde gehörte
bis zur Reformation der römisch-katholischen Kirche an. Die erste Kirche muss es schon um das Jahr 1000
gegeben haben. Als diese Holzkirche einem Brand zum Opfer fiel, wurde der
Kirchenhügel erhöht und eine neue Holzkirche gebaut. Doch im 12.
Jahrhundert brannte auch diese Kirche ab. Danach entstand nach einer
nochmaligen Erhöhung der Kirchwarf die heutige Steinkirche.
Im 16. Jahrhundert ist die Kirche durch einen
Blitzschlag schwer beschädigt worden. Beim Wiederaufbau wurde die Kirche
verkleinert.
Der abseits stehende Torturm entstand im 17.
Jahrhundert. Die Wetterfahne zeigt das Wappen der Inemas,
einem mit ausgebreiteten Flügeln und rechtsgewendeten Kopf dargestellten
Adler, und trägt die Jahreszahl 1667.
Das Kircheninnere überrascht durch seine
reichhaltige Ausschmückung.
Im Jahre 1711 verfügte der Hausmann
Johan Hinrich Wilken, dass von seinem Nachlass ein Altar für die
Kirche zu schenken sei. Seine Witwe gab den Altar für 180 Taler in
Auftrag und 1714 wurde er aufgestellt.
Aus Holzschnitzarbeiten sind fünf Szenen
aus dem neuen Testament abgebildet. Im unteren Teil ist die Geburt Jesus
in Form der bekannten Krippen dargestellt. Das Hauptbild zeigt das
Abendmahl. Darüber ist die Kreuzigung dargestellt. Abgerundet wird das
Gesamtbild mit der Darstellung der Himmelfahrt und dem Bildnis Jesus als
Weltherrscher.
Der Taufstein von 1713 ist ein Geschenk von
Albertus Seba (1665-1736) "aus Etzel gebürtig und itzo
weltberühmter Apotheker in Amsterdam"
Ein Kelch von 1687 wurde gestiftet von Pastor
Ortgießen, den Erben von Eilcke Heeren, den Erben von Eggen Meyer, Wilcke
Harmens Schuhmacher, Focke Harms, Henrich Memmen Strömer.
Die drei Messingkronleuchter stammen aus
dem 17. und 18. Jahrhundert.
Die Orgel wurde 1864 geliefert und eingebaut. Bis zu diesem Zeitpunkt
oblag es dem Küster als Vorsänger den choralen Ablauf des Gottesdienstes
zu leiten.
An der Nordseite des Kirchenschiffes
ist das alte Altarbild, dem Vorgänger des jetzigen Altars angebracht.
Trotz Widerstände von pastoraler Seite, wurden ebenfalls an der Nordseite
die Tafeln zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege
angebracht.
1968 wurde nach tausendjährigen Geschichte
die Pfarrstelle Etzel aufgehoben und mit der Nachbargemeinde Marx
vereinigt.
Eine Aufnahme dieser Kirche wurde bei
YouTube eingestellt von "Poldersiel":
Pastor Engelbert Groen
Papenstr. 18
26446 Friedeburg - Marx
Tel.: 04465 / 8101
Fax: 04465 / 945837
eMail: KG.Marx-Etzel@evlka.de
Den Schlüssel zur Kirche bekommt man in
unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche (siehe Aushang im Schaukasten im
Glockenturm). nach oben
Kirchenbücher sind erhalten ab 1652. Dabei
fehlen bei den Taufen Sept. 1812 - Januar 1815, bei den Trauungen Juli
1812 - April 1815, und bei den Toten September 1812 bis Januar
1815.
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