Das malerische Fischerdorf Greetsiel
ist einer der schönsten Orte der ostfriesischen Küste. Das liegt
an seinen sorgfältig restaurierten Giebelhäusern aus dem 17. und
18. Jahrhundert und den alleeartigen Klinkerstraßen. Zahlreiche
Fischerhütten erhielten ihren ursprünglichen Zustand zurück. Im
malerischen Fischereihafen liegen gegenwärtig noch 28
Krabbenkutter.
Foto:
Detlev Müller, Pixelio.de
In Greetsiel wurden zwei bedeutende Persönlichkeiten aus der
Geschichte Ostfrieslands geboren: 1462 wurde auf der Cirksenaburg Graf
Edzart der Große geboren, unter dessen Herrschaft sich Ostfriesland
von der Weser bis nach Groningen erstreckte. Nach seinem Tode wurde Graf
Edzart 1528 in Norden begraben. Das Steinhaus, der ehemaliger
Stammsitz der Familie Cirksena am Ende der Hohen Straße wurde gegen
1600 auf den Fundamenten eines um 1390 entstandenen Vorgängerbaus
errichtet. Im Inneren wurde der ursprüngliche Saal im Zuge der
Renovierungsarbeiten wieder hergestellt.
1547 wurde hier Ubbo Emmius geboren,
der ein bedeutendes Geschichtswerk über Ostfriesland schrieb.
Die Kirche wurde
ursprünglich in 2 Bauabschnitten
1380 und 1410 als Eigenkirche des Häuptlings Haro Edzardsna errichtet. Ein
Anbau erfolgte unter der Herrschaft Graf
Edzard II. Der Glockenturm aus
Backsteinen steht wie bei vielen ostfriesischen Kirchen abseits vom
eigentlichen Kirchenbau.
Foto:
Frisia Orientalis, Wikipedia.org
Die Kirche besitzt über dem
Ostgiebel einen mit einer Uhr und Glocke ausgestatteten Dachreiter,
an dessen Spitze sich eine besondere Wetterfahne aus den Jahren um
1730 befindet. Sie ist nach Angaben der Kirche die älteste
Schiffswetterfahne in Niedersachsen.
Foto: Martina Schröder,
pixelio.de
Foto: Dirk Schäfer
Innenraum:
Die ursprünglich schlichte
Flachdecke wird seit 1852 von einer leicht gewölbten Holzdecke überspannt.
Auf der Westseite besitzt die Kirche eine Empore mit Bibelsprüchen.
Auffallend ist die starke Seitenneigung der Kirchenwände. Über dem
Westeingang ist das Familienwappen der Cirksenas aus Greetsiel sowie
das Wappen des schwedischen Königshaus, mit denen die Cirksenas
durch Heirat verbunden waren. .
Die
Kanzel stammt aus dem Jahre 1669. Sie zeigt Blumengirlanden in
barocker Schnitzkunst.
Foto: Dirk Schäfer
Über dem Osteingang befindet sich
die Orgelempore. Der Orgelprospekt stammt aus dem Jahr 1738 und
zeigt wie die Kanzel kunstvolle barocke Schnitzmotive. Die
eigentliche Orgel dagegen ist Instrument aus der Neuzeit: Sie
wurde 1963 vom Berliner Orgelbauer Carl Schuke erbaut.
Foto: Uwe Karvath,
Wilhelmshaven
Ein Video des Glockenläutens auf YouTube von Polersiel:
Standesamtunterlagen 1812 und 1813 -
Film:
1258182 Item 1
Jüdische Gemeinde Greetsiel 1815 - 1817
Zivilstandsregister
Film:
1257052 Item 13
Zwei Bände Deichregister bearbeitet
von Karl Ecke - Film: 1181908 Item 7
"Land- und Viehschatzungsregister aus dem 16.
Jahrhundert" von Manfred Wegner, Heft 3/ 1999 in den QuF ("Quellen und
Forschungen", viertelj. erscheinende Zeitschrift der Upstalsboom-Gesellschaft)
Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so
lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu
machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht
werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie
einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:
Die Inhalte und Fotos dieser Internetpräsenz
unterliegen dem Urheberrecht. Ausnahme
bilden hiervon die Fotos von wikipedia.org. Diese dürfen bei Nennung des
Urhebers kopiert und verwendet werden.