Grimersum
Gemeinde Krummhörn, Landkreis Aurich
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Krummhörn
Norden
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Wiesmoor

 

Ortsgeschichte
Ev.-ref. Kirche
Adresse
Links zur Region
Kirchenbücher und andere Quellen
Kontakte zu Forschern dieses Kirchspiels

Ortsgeschichte

Lage: 53.47°N 7.2°O

Auf einer langgestreckten Wurt  im 8. Jahrhundert angelegte Handelsniederlassung. Grimersum war im Mittelalter Sitz der Häuptlingsfamilie Beninga. Grabungen in Grimersum.

Nach mehreren großen Sturmfluten im 14. Jahrhundert hatte die Leybucht eine große Ausdehnung und Grimersum hatte wie viele andere Orte in der Krummhörn einen eigenen Hafen. Die älteste Deichlinie verlief in relativ geringer Entfernung zum nördlichen Dorfrand. Man bemühte sich, dem Meer das verlorene Land wieder abzutrotzen. Um 1500 konnte man etwa einen Kilometer nördlich des alten Deiches einen neuen Deich anzulegen. Heute findet man hier die Siedlung Grimersumer Altendeich. Doch bereits 1570 stand durch die Allerheiligenflut alles wieder unter Wasser und die Menschen flüchteten sich in die höher gelegene Kirche. Mitte des 18. Jahrhunderts berichtete Houtrouw in seiner bekannten Beschreibung Ostfrieslands, es bedürfe nur einer kurzen Wanderung, um von Grimersum an den Deich der Leybucht zu gelangen. Doch heute ist das Land, das vor Jahrhunderten an die Leybucht verloren ging, wieder vollkommen zurückgewonnen.

Zu Grimersum gehören: Angernpolder, Friedrichshof, Grimersumer Altendeich, Grimersumer Vorwerk, Elisenfeld, Friedrichswerth, Grimersumer Neuland, Karlshof, Rothe Scheune, Magotspolder, Schoonorther Polder

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Die ev.-ref.  Kirche

1719 war eingepfarrt: Schoonort.

Die alte Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert ist ein romano-gotischer rechteckiger Saalbau mit separat stehendem Glockenturm, welcher späteren Datums ist ( 17. Jahrhundert).

 

Die der Straße zugewandte Ostseite der Kirche ist besonders kunstvoll gestaltet. Früher hatte die Kirche zwei Eingänge. Durch die Tür im Norden betraten die Frauen, durch den Südeingang die Männer die Kirche. Später wurde der Eingang im Süden zugemauert und die Tür im Norden zum Haupteingang.

 

Wie in streng reformierten Kirchengebäuden üblich hat auch die Grimersumer Kirche keinen Altar. Die Kirchenbänke stehen im Halbkreis um die Kanzel herum. 

Die Kanzel wurde 1663 von dem Prediger Lucas Ritzius gestiftet. Der Taufstein stammt noch aus dem 13. Jahrhundert und ist aus Bentheimer Sandstein gefertigt. 

Im Kircheninneren befinden sich viele Grabsteine und Grabplatten, insbesondere von den Burgherren der Benningas. Darunter befindet sich der Renaissance-Grabstein in Lebensgröße von dem Häuptling und Chronisten  Eggerik Beninga umrahmt von sechs Wappen der Familie. 

 

1666 wütete die Pest in Ostfriesland und raffte einen Großteil der Bevölkerung dahin. Auch der oben erwähnte Prediger Lucas Ritzius und seine Frau Metje verstarben am 8.8.1666 an der Pest. Schon sein gleichnamiger Großvater war  am 18.9.1598  gemeinsam mit seiner Ehefrau in Grimersum an der Pest verstorben. Der Grabstein des Jüngeren befindet sich noch heute in der Kirche. Der Großvater lies sich auf dem Kirchhof bestatten, weil "die Papisten möchten noch einst die Oberhand wieder bekommen und dann seine Gebeine beunruhigen". Mit anderen Worten: so kurz nach der Reformation hatte der Prediger Angst, die Katholiken könnten die Kirche wieder zurückgewinnen, mit denen er möglichst wenig zu tun haben wollte.

Zwei Videos vom Glockengeläut hat Dennis Wubs aufgenommen und bei YouTube veröffentlicht:

Am 7.4.2007:

 

Aufgenommen am 19.2.2008:

 

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Adresse

 

Pastor Hopko Sanders
Fuhrmannsweg 9
26736 Krummhörn-Eilsum
Telefon: 04923-430
Fax: 04923-990828
e-mail: hopko.sanders@t-online.de

Kirche ist ganztägig für Besichtigung geöffnet. Sollte sie dennoch mal verschlossen sein: Schlüssel hat Martin Beer, Tel.04920/463.

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Links zur Region bzw. Kirche

Satellitenbild

http://www.greetsiel-krummhoern.de/grimersum/index.php 

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Kirchenbücher und andere Quellen

 Kirchenbücher sind erhalten ab 1698. ( Tote erst ab 1703, Trauungen ab 1715). 

Bei den Mormonen liegen verfilmt vor

  • Kirchenbuchduplikat
    Heiraten, Taufen, Toten, Konfirmationen 1828-1852 (mit Beilagen) Film: 1187692 Item 4
    Taufen 1853-1874 Film: 1187692 Item 5
    Heiraten 1853-1874 Film: 1187693 Item 1
    Toten 1853-1874 Film: 1187693 Item 2
 
  • Verfilmung der Originalkirchenbücher ab 1715
    Taufen, Heiraten, Tote 1715-1802 (l. & r. S.)  Film: 1418062
    Taufen, Heiraten, Tote 1803-1852 (l. & r. S.) Film: 1418063
    Taufen 1853-1874 (l. & r. S.) Film: 1418064
    Heiraten 1853-1874 (l. & r. S.) Tote 1853-1875 (l. & r. S.) Film: 1418065
 
  • Standesamtsunterlagen 1812 und 1813 - Film: 1258182 Item 2

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Familienforscher dieses Kirchspiels

Name, WWW-Adresse des Forschers erforschte Familiennamen des Ortes Sprache
Danny Adams van Gerpen, Vanderwerf
Eckhard Klaassen siehe Homepage
http://people.zeelandnet.nl/krijgsmanl/esens.htm  Kriegmann
http://www.rhaude.de/napoleon/besatzungszeit/homfeld.htm  Homfeld

Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:

anmeldung@genealogie-forum.de

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Verwendete Quellen: siehe bitte unter  Impressum, Text: Doris Reuter,  Fotos: Hopko Sanders

 

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