In
unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche befindet sich eine Wasserburg
("Hinta") aus
dem 15.Jahrhundert, die unter Haiko von Wynham erbaut wurde. Sie befindet
sich jetzt seit mehreren Jahrhunderten im Besitz der Familie Freese und
ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Früher gab es in Hinte noch
eine weitere, die Westerburg, doch wurde diese um 1435 von den Hamburgern
zerstört (nach anderer Quelle 1636).
Die
heutige Kirche wurde Ende des 14.Jahrhunderts gebaut und St. Martin geweiht.
Sie gilt als eines der bedeutendsten Kirchenbauwerke der Spätgotik
in Ostfriesland. Die ursprüngliche Eingänge lagen auf der Nord- und Südseite. Etwas
abseits steht ein niedriger Glockenturm, dessen Entstehung auf das
13.Jahrhundert geschätzt wird. Ein Kapellenanbau und eine Sakristei sind
mittlerweile abgerissen worden.
Das
Chorgestühl und der Altartisch stammen aus dem Jahre 1616, die
Barockkanzel aus dem Jahre 1695. Gegenüber der Kanzel steht ein hohes
Herrengestühl, zu dem eine Treppe führt.
Das Schiff wird von Netzgewölben überspannt. Von den Malereien sind
leider nur noch Reste erkennbar.
In der Kirche befinden sich viele Trauertafeln und Grabsteine
verschiedener Bewohner der Burgen von Hinte. So ruht zum Beispiel in der
Kirche Hebe Attena, die Mutter der späteren Gräfin Theda von
Ostfriesland (+ 1449).
Besonders interessant
sind die Renaissance-Grabsteine von Emke und Frederick Ripperda, 1547 und
1554. Auf ihnen ist der Tod zu sehen, der die Verstorbenen an die Hand
nimmt. (Bild: Grabplatte von Eilike Ripperda, 1547)
Im Chor befindet sich das zweigeschossige Grabdenkmal des Junkers
Ommo Ripperda (+1594).
(Foto: Paul-Reinhard Peters)
Die Gemeinde Hinte im DVD Portrait
2003. (Die gesamte DVD ist erhältlich unter www.Ostfriesland-Filme.de)
In den QuF ("Quellen und Forschungen", vierteljährlich
erscheinende Zeitschrift der Upstalsboom-Gesellschaft)
erschien in Heft 4/1995, Seite111: "Personalschatzzungsregister
1719" von Hermann Fischer
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