Die Bauzeit der Kirche wird auf um 1200 geschätzt.
Vor Baubeginn wurde eine Warft aufgeworfen die Platz für
Kirche, Glockenträger und eine achteckige Fläche zur Bestattung der
Verstorbenen rund um die Kirche bot. Dass Kirche und Glockenträger etwa
zur gleicher Zeit errichtet worden sind, beweist das Baumaterial. Die großen
Backsteine sind mittelalterlich handgeformt.
Um die dicken Mauern auf dem noch lockeren Warftboden
fest zu gründen, legte man als Fundament große Granitblöcke (Findlinge),
wie sie unter dem Glockenträger noch heute deutlich zutage treten. Sie
mussten mit großem Aufwand von weither geholt werden.
In der Reformationszeit wurde die Kirchengemeinde Holtland reformiert
und somit lutherisch. Aus dieser Zeit dürfte auch das Bildnis des
Evangelischen Lukas stammen, das heute innen an der Nordwand der Kirche hängt.
Im Jahr 1710 wurde die schöne Kanzel in barocken Stil von den Eheleuten
Brunsen gestiftet, neben Taufstein und Orgel ein besonders Kostbares
Kunstwerk der Holtlander Kirche. Aus derselben Zeit dürfte das Altarbild
stammen, eine Darstellung des ersten Abendmahls.
Anfang der sechziger Jahre dieses Jahrhunderts wurde das Innere der Kirche
erneuert. Die Bänke wurden wieder stilecht gestaltet, die Emporen am
Orgelboden verkürzt, die Kanzel weiter nach hinten gesetzt. Die Brüstung
der Westempore wurde zum Gedächtnis der in beiden Weltkriegen
Gefallenen mit deren Namen versehen. Im Jahre 1994 bekam die Kirche ihren
Vorbau.
Zum Inventar gehört ein Kelch, gestiftet von Foelke Brors und Talke
Nannen Haben, 1632.
Eine Aufnahme von Glockenturm beim
Glockenläuten von Dennis Wubs:
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