Jever
Stadt Jever, Landkreis Friesland
 
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Zur Ortsgeschichte

Lage: 53.5757°N 7.9003°O
Zum Ort gehören: Annenburg, Barderstedter Gast, Chausseehaus, Cleverns, Hohewarf, Am Horst, Barderstede, Gotteskammer, Grashaus, Folkertshausen,  Kleiburg, Middelswarfen, Moorwarfen, Ottenburger Weg, Rahrdum, Schurfens, Schützenhof, 
Satellitenbild 

Die spätere Herrschaft Jever entstand durch den Zusammenschluss von Oestringen, Wangerland und Rüstringen. Der Ort selbst war einst Handelsplatz mit Hafen, heute im Landesinneren gelegen. Wechselvolle Geschichte. Die wohl bekannteste und beliebteste Persönlichkeit Jevers war Fräulein Maria von Jever. Unter ihrer Herrschaft erhielt Jever das Stadtrecht. Nach dem Tod Marias 1575 fällt Jever an Oldenburg. 1667 wurde die Herrschaft Jever anhalt-zerbstisch, 1793 russisch, 1806 holländisch, 1810 französisch, 1813 wieder russisch, 1818 oldenburgisch.

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Die ev.-luth. Kirche 

Auf dem Kirchplatz mitten im Kern der jeverschen Altstadt erhebt sich die evangelische Stadtkirche, ein moderner Zentralbau. 
Foto: Dennis Wubs
Von der Kirche etwas abgesetzt steht ein neugotischer Glockenturm. Das merkwürdige Gebäudeensemble lässt auf eine interessante Baugeschichte schließen. 

Foto: Dennis Wubs

Und richtig: Insgesamt vier Mal wurde die jeversche Stadtkirche ein Raub der Flammen, 1382, 1532, 1728 und 1959. Einige Quellen behaupten gar von mindestens neun Bränden. Immer wurde eine neue, dem Stil der jeweiligen Zeit angepasste Kirche gebaut, und so entstand der heutige Kirchenbau. 

Wie durch ein Wunder hat die letzten Kirchenbrände der Jahre 1728 und 1959 das kunsthistorisch wertvolle Edo-Wiemken-Denkmal dank einer Brandschutzmauer unbeschadet überstanden. Fräulein Maria ließ es 1561 zu Ehren ihres 1511 verstorbenen Vaters errichten. Edo Wiemken der Jüngere war der letzte männliche Regent des Jeverlandes. 

Das Renaissance-Denkmal ist  von hohem künstlerischem Wert. Unter einem zweigeschossigen hölzernen Baldachin, der von Säulen und Karyatiden getragen wird, steht das Grabmal aus Marmor. Über einem Unterbau, gestützt auf symbolische Frauenfiguren (z. B. Weisheit und Liebe), ruht auf einem Sarkophag überlebensgroß der Häuptling. Ein Alabasterfries zieht sich um den Anbau herum. Die Brandmauer wurde beim Neubau der heutigen Stadtkirche durch eine Glaswand ersetzt.

Wer gut hinschaut entdeckt etwas, was nicht in jeder Kirchenbeschreibung steht: einer der den Sarkopharg umstehenden Figuren weist mit einem Finger dezent zur Decke. Folgt man diesem Fingerzeig, so erkennt man innerhalb der kunstvollen Kassettendecke eine Schnitzerei, die das jüngste Gericht darstellt.

 

Ansicht der Kirche vor dem Brand 1959:

Das älteste kirchliche Gebäude in Jever ist die St.-Annen-Kapelle auf dem Friedhof an der Wittmunder Straße. Sie wurde im Jahre 1610 als Vorstadtkirche erbaut und dient heute als Friedhofskapelle. In ihr befindet sich ein mittelalterlicher St.-Georgs-Altar, der vermutlich aus einer Kapelle auf dem Schakelhaber Berg im Wiedel bei Jever stammt.

Video von der Jeverschen Stadtkirche und dem Jeverschen Schloss, gefilmt von Poldersiel und eingestellt bei YouTube im März 2010:

 

Der Glockenturm, gefilmt von Dennis Wubs:

 

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Adresse

Kirchenbüro
Montag - Freitag 8.00-12.00 Uhr
Am Kirchplatz 16, 26441 Jever
Telefon: 04461 / 9338-0- Telefax: 04461 / 9338-18

eMail: ev.kirche.jever@t-online.de

Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat bietet die Ev.-lutherische Kirchengemeinde Jever kostenlose Führungen durch die Stadtkirche und das Edo-Wiemken-Denkmal an. In den Ferien finden diese Führungen wöchentlich statt. Treffpunkt: Stadtkirche Jever am Kirchplatz, Beginn: jeweils 15:00 Uhr

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Links zur Region bzw. Kirche

http://www.schlossmuseum.de/ 

http://www.stadt-jever.de/home.htm 

Denkmalprojekt (Namen von Vermissten und Gefallenen der Weltkriege):

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Kirchenbücher und andere Quellen

 Taufregister sind ab 1591 erhalten, allerdings fehlen die Jahre 1600 bis 1605 und 1613 bis 1618. Die Aufzeichnungen der Trauungen und der Toten beginnen 1635. Beim ev.-luth. Oberkirchrat in Oldenburg liegen auf Microfiches die Jahre 1591 bis 1811  vor, 1591 - 1612 beim Staatsarchiv Oldenburg. Weiteres siehe unter Archive. Taufen 1809-1824 und Tote Mai 1811-1824 sind nur in Jever selbst einsehbar. 

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Familienforscher dieses Kirchspiels

Name, WWW-Adresse des Forschers erforschte Familiennamen des Ortes Sprache
Peter Teuthorn  

 

Rolf Seetzen, rolfseetzen[at]hotmail.com Seetzen

Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:

anmeldung@genealogie-forum.de

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Verwendete Quellen: siehe bitte unter  Impressum, Fotos: Archiv Jeversches Wochenblatt

Kirchen der Stadt Jever

Jever
Cleverns
Sandel

 

 

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 Stand: 06. April 2010
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