





- Baltrum
Borkum Juist Langeoog Norderney Spiekeroog Wangerooge
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Zur Ortsgeschichte
- Lage:
- Zum Ort gehören:
- Satellitenbild
Mit
17 km Länge u. 500 m Breite ist Juist zugleich die längste und schmalste der
ostfriesischen Inseln. Die Inselfläche nimmt ca. 13 Quadratkilometer ein.
Juist war ursprünglich, wie auch Borkum, Memmert
und die 1690 untergegangene Insel Buise ein Teil der großen Insel Bant.
Vermutlich ist Juist durch die große Marcellusflut 1362 von Borkum
abgetrennt worden. 1398 wird Juist erstmals als selbständige Insel
erwähnt.
Wie alle ostfriesischen Inseln war auch Juist
ständig von Fluten bedroht. Die Insel
wurde 1651 sogar in zwei Teile gerissen und knapp 200 Jahre später, Ende
des 19. Jhd., notdürftig wieder zusammengeflickt. Schwere Schäden richteten die Petriflut
1681, die Fastnachtsflut 1715 und die Weihnachtsflut 1717 an. Das Dorf, das mehrmals ostwärts
verlagert werden musste, wurde samt der Kirche zerstört. 1825 vernichtete die
Surmflut fünf Häuser, 1877 brach die Flut beim Hammersee durch. Seit
1885 schützt ein Deich das Dorf.
Juist hat heute etwa 1500 Einwohner und
jährlich ca. 90.000-100.000 Gäste. Autos gibt es nicht. Beförderungsmittel
sind Pferdefuhrwerke, Kutschen u. Fahrräder. Der Flugplatz ist mit 40.000
Starts u. Landungen im Jahr nach Hannover-Langenhagen der höchstfrequentierteste
in Niedersachsen.
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Die ev.-luth. Kirche

Auf
einer Wandtafel rechts vom Eingang lesen wir zur Geschichte der Juister
Inselkirchen :
„Die älteste Kirche auf Juist, von der wir wissen, ein schöner gewölbter
Bau, dessen Chor größer war als das übrige Schiff, hatte einen Turm,
dessen 34m hohes Mauerwerk einen 17m hohen Helm trug. Die Petriflut von
1651 zerriss in der Nähe der Kirche die Insel in zwei Teile. Die
Flutgrenze rückte nun der Kirche näher und näher. 1660 stürzte der
Turm und machte die Kirche zur Ruine. Aus den Trümmern baute die
Gemeinde eine zweite, weitaus kleinere Kirche am Westrand der Ostinsel.
Aber die Sturmflut vom März 1715 machte auch diese Kirche unbrauchbar.
Auf fürstlichen Befehl wurden nun zwei kleine Kirchen erbaut, je 6m
breit und 9m lang. Die eine etwa im heutigen Loog, die andere als
Hauptkirche auf der Bill. Die Weihnachtsflut von 1717 durchbrach die
Insel an vier Stellen, beschädigte alle Häuser an der Bill. 28
Menschen und viel Vieh kamen dabei um. Der Billkirche wurde ein Giebel
eingeschlagen und die Mauer unterspült. Dorf und Kirche im Loog blieben
damals unbeschädigt. Da aber die See fortan näher rückte, siedelten
die Bewohner nach und nach weiter östlich in den heutigen Ort über, wo
1779 die jetzige Kirche erbaut wurde. Aus der Loogkirche stammt noch die
Kanzel von 1732. Als die Kirche 1898 um den Altarraum erweitert wurde,
trat an die Stelle des hölzernen Glockenstuhls ein kleiner Dachreiter.
Nachdem man 1900 die niedrige Balkendecke durch eine hohe Holzdecke
ersetzt hatte, wurde 1908 ein Turm angebaut, der neben der alten in
Funnix gegossenen Glocke zwei neue aufnahm. Sie mussten zusammen mit der
alten im Kriege abgeliefert werden und wurden 1926 durch eine neue
ersetzt.“
In
der Mitte des Textes steht in geschwungen Zeilen: Fünf Inselkirchen in
zwei Jahrhunderten. Eingerahmt ist der Text von Luk. 21,33: „Himmel
und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht.“
Inzwischen
steht an derselben Stelle die heutige sechste Inselkirche von 1964, auf
den Grundmauern der alten errichtet und nach Westen hin vergrößert. Bis
heute trauern die älteren Insulaner um ihren alten Kirchturm.
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Adresse
Inselpastorin Elisabeth Tobaben
Wilhelmstr.42
Tel. 910910 - Fax 910942
email: elisabethtobaben@t-online.de
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Links zur Region bzw. Kirche
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Kirchenbücher und andere
Quellen
Kirchenbücher sind erhalten ab 1704 ( Trauungen ab
1707, Tote ab 1734) . Dabei sind die Taufen zwischen 1727 und 1730
lückenhaft.
Bei den Mormonen kann man sich zur Ansicht kommen
lassen:
- Zivilstandsregister
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| Zivilstandsregister,
1812-1814 |
Film
1257586 Items 3-14 |
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- Kirchenbuchduplikat,
1828-1874
-
- Taufen,
Heiraten, Toten, Konf. 1828-1848
- Taufen, Heiraten, Toten
1853-1874
|
Film
1187706 Items 7-10 |
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Buchtipps:
"Das erste Juister Kirchenbuch : eine Bearbeitung sämtlicher Namen unter Berücksichtigung
der Familienverhältnisse 1675-1732" von Rüdiger Berthold,
1986. (Dieses Buch ist auch bei den Mormonen zur Ansicht zu bestellen,
auch über Fernleihe dürfte es bei Ihrer Bücherei erhältlich sein)
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Familienforscher
dieses Kirchspiels
| Name d.
Forschers |
WWW bzw.
Email-Adresse |
erforschte Familiennamen des Ortes |
Sprache |
| Ronald de Groot |
www.geneadutch.nl |
De Groot |
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Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so
lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu
machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht
werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie
einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:
anmeldung@genealogie-forum.de
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Verwendete Quellen: siehe
bitte unter Impressum |
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