Larrelt 
Kreisfreie Stadt Emden
Borssum
Emden
Jarsum
Larrelt
Logumer Vorwerk
Marienwehr
Nesserland
Petkum
Twixlum
Uphusen
Wolthusen
Wybelsum
 

 


Zur Ortsgeschichte

Lage: 53.35°N 7.12°O
Satellitenbild 

Das kleine verträumte Warfdorf war einst als Hafenstadt eine ernsthafte Konkurrenz für Emden. Was heute fast unvorstellbar scheint erklärt sich aus dem Umstand, dass Larrelt, wie Emden im Mittelalter an der Ems gelegen, recht wohlhabend war und darüber hinaus den größeren Hafen hatte. Wohlhabende Familien siedelten sich an. Spätestens in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die erste Burg in Larrelt erbaut. Bewohner war die Familie Allenas. In späteren Jahren wurde östlich von Larrelt eine zweite Burg gebaut, die aber einem Deichbruch zum Opfer fiel. Die Existenz von zwei Burgen, Festungswällen und Basteien sind sichere Anzeichen für die wichtige Rolle, die Larrelt in damaliger Zeit in diesem Gebiet spielte.  Doch durch das Entstehen des Dollart versandete der Emsbogen im 16. Jahrhundert allmählich und so kam Larrelt mehr und mehr im Landesinneren zu liegen. Heute sind die  Burgen und Festungswälle verschwunden, auch die Schleuse wurde in diesem Jahrhundert abgerissen. Als einziges Zeugnis für den Reichtum Larrelts geblieben ist die Kirche, die auf dem höchsten Punkt der Warft liegt.

nach oben


Die ev.-ref.  Kirche

Die Kirche zeugt vom hohen Wohlstand des mittelalterliches Ortes Larrelt. Sie wurde Johannes dem Täufer geweiht. 

Die ursprüngliche, einschiffige Kirche entstand wohl zu Beginn des 13. Jahrhunderts aus Tuffstein. Irgendwann um das Jahr 1300 wurde an diese Kirche ein ungegliederter Backsteinturm angebaut. Schießscharten und Schallöffnungen weisen auf die Funktionen als Ausguck, Wehrturm und Seebake hin. Um 1475 wurden Schiff und Chor der alten Kirche abgerissen, und stattdessen wurde das heutige spätgotische Schiff mit sechs Jochen und einem polygonalen Chorschluß erbaut. Die Joche wurden außen durch schwere Strebepfeiler voneinander getrennt und erhielten große spitzbogige Fenster.

Foto: Dennis Wubs

In dem Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert befindet sich noch heute eine Loge, die früher den Häuptlingen von Larrelt als Sitzplatz diente.

Auf der Nordostseite des Chores wurde ein kleiner, achteckiger Treppenturm gebaut, über den man das Gewölbe über dem Chor und das Obergeschoß der später abgerissenen Sakristei erreichen konnte.

Der Innenraum der Kirche wurde im Nachhinein stark verkleinert: der Ostteil der Kirche ist hinter einer Wand verborgen, davor steht die Orgel. Die abgetrennten Räumlichkeiten werden heute anderweitig genutzt. Der westliche Teil der 40 m langen Kirche hat ein Tonnengewölbe aus Holz, der östliche Teil Sternengewölbe. 

 

Foto: Dennis Wubs

Das kleine romanische Tympanon aus rotem Sandstein im Chor der Kirche stammt aus der Zeit um 1200 und zeigt einen älteren, bärtigen Mann, der Ippo genannt und als Stifter des Kirchenportals angesehen wird, als auch den Entwerfer Ludbrud und den Bildhauer Menulfus. 

Ebenfalls noch aus der ursprünglichen Kirche stammen einige Sarkophage und Sarkophagdeckel aus dem 12. Jahrhundert. Die schönsten stehen heute im Ostfriesischen Landesmuseum Emden, doch sind auch einige davon in der Larrelter Kirche verblieben.

Ein kurzes Video der Kirche beim Glockenläuten von Poldersiel eingestellt bei YouTube:

 

nach oben


Adresse

Ev.-ref. Kirchenbüro Larrelt
Rabenstr. 3
Emden
Tel.: 04921/ 61112

nach oben


Links zur Region bzw. Kirche

 http://www.ref-gemeinde-larrelt.de/ 

nach oben


Kirchenbücher und andere Quellen

Kirchenbücher sind erhalten ab  1671 (Tote erst ab 1725). In der Fachstelle der Landschaftsbibliothek in Aurich, Fischteichweg 16, Tel.: 04941-1799-43 liegen die Kirchenbücher Larrelt auf 57 Microfiches vor.

Das OSB Nr. 43 erschien bei der Upstalsboom-Gesellschaft über die Familien aus Larrelt.

Bei den Mormonen liegen neben dem Ortssippenbuch Larrelt verfilmt vor

Kirchenbuchverfilmung
Taufen, Heiraten, Tote 1671-1805 (l. & r. S.) Film Nr.:1417982  
Taufen 1806-1852 (l. & r. S.) Heiraten 1806-1852 (l. & r. S.) Film-Nr.:1417983  
Tote 1806-1852 (l. & r. S.) Taufen 1853-1875 (l. & r. S.) Film-Nr.:1417984  
Heiraten 1853-1875 (l. & r. S.) Tote 1853-1875 (l. & r. S.) Film-Nr.:1417985  
 
Kirchenbuchduplikat
Taufen, Heiraten, Sterben 1828-1852 Film-Nr.1187709 Item 6
Taufen 1853-1874 Film-Nr.1187709 Item 7
Heiraten 1853-1874 Film-Nr.1187709 Item 8
Sterben 1853-1874 Film-Nr.1187710 Item 1
 
Standesamtsregister
Zivilstandsregister 1812  Film-Nr. 1258182 Item 9
In den QuF ("Quellen und Forschungen", vierteljährlich erscheinende Zeitschrift der Upstalsboom-Gesellschaft
  • Beestbeschreibung ca. 1598 und Capitalschatzung 1606 und Personalschatzung 1663, Heft 2/ 1997, Seite 54 ff.
  • Personalschatzungsregister 1719, Heft 1/ 1996, Seite 9

nach oben


Familienforscher dieses Kirchspiels

Name, WWW-Adresse des Forschers erforschte Familiennamen des Ortes Sprache
Hans-Herman van Assen
van Assen, oo ca.1850 mit einem Schröder aus Larrelt. Dieser Ast des Stammbaumes kommt ursprünglich aus dem reformierten Teil Frieslands ( NL) aus der Umgebung von Dokkum-Leeuwarden-Harlingen. Mich würde interessieren ob noch mehrere" van Assens" in diese Umgebung gezogen sind. 
 
     

Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:

anmeldung@genealogie-forum.de

nach oben


Google
 

Verwendete Quellen: siehe bitte unter  Impressum

Grundlagen ] Ostfriesland ] Westpreussen ] Mittel- und Süddeutschland ] Impressum ] News ] Copyright ] Seitenübersicht ] Awards ]

 

Genealogie-Forum, Copyright ©1999 - 2010 by Doris Reuter
 Stand: 07. April 2010
Die Inhalte und Fotos dieser Internetpräsenz unterliegen dem Urheberrecht. Ausnahme bilden hiervon die Fotos von wikipedia.org. Diese dürfen bei Nennung des Urhebers kopiert und verwendet werden.
Top 50 Ahnenforschung