Das kleine verträumte Warfdorf war einst als
Hafenstadt eine ernsthafte Konkurrenz für Emden. Was heute fast
unvorstellbar scheint erklärt sich aus dem Umstand, dass Larrelt, wie
Emden im Mittelalter an der Ems gelegen, recht wohlhabend war und darüber
hinaus den größeren Hafen hatte. Wohlhabende Familien siedelten sich an.
Spätestens in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die erste
Burg in Larrelt erbaut. Bewohner war die Familie Allenas. In späteren
Jahren wurde östlich von Larrelt eine zweite Burg gebaut, die aber einem
Deichbruch zum Opfer fiel. Die Existenz von zwei Burgen, Festungswällen
und Basteien sind sichere Anzeichen für die wichtige Rolle, die Larrelt in
damaliger Zeit in diesem Gebiet spielte. Doch durch das Entstehen
des Dollart versandete der Emsbogen im 16. Jahrhundert allmählich und so
kam Larrelt mehr und mehr im Landesinneren zu liegen. Heute sind die
Burgen und Festungswälle verschwunden, auch die Schleuse wurde in diesem
Jahrhundert abgerissen. Als einziges Zeugnis für den Reichtum Larrelts
geblieben ist die Kirche, die auf dem höchsten Punkt der Warft liegt.
Die Kirche zeugt vom hohen Wohlstand des
mittelalterliches Ortes Larrelt. Sie wurde Johannes dem Täufer
geweiht.
Die ursprüngliche, einschiffige Kirche entstand
wohl zu Beginn des 13. Jahrhunderts aus Tuffstein. Irgendwann um das Jahr
1300 wurde an diese Kirche ein ungegliederter Backsteinturm angebaut.
Schießscharten und Schallöffnungen weisen auf die Funktionen als
Ausguck, Wehrturm und Seebake hin. Um 1475 wurden Schiff und Chor der
alten Kirche abgerissen, und stattdessen wurde das heutige spätgotische
Schiff mit sechs Jochen und einem polygonalen Chorschluß erbaut. Die
Joche wurden außen durch schwere Strebepfeiler voneinander getrennt und
erhielten große spitzbogige Fenster.
Foto:
Dennis Wubs
In dem Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert befindet
sich noch heute eine Loge, die früher den Häuptlingen von Larrelt als
Sitzplatz diente.
Auf der Nordostseite des Chores wurde ein kleiner,
achteckiger Treppenturm gebaut, über den man das Gewölbe über dem Chor
und das Obergeschoß der später abgerissenen Sakristei erreichen konnte.
Der Innenraum der Kirche wurde im Nachhinein stark
verkleinert: der Ostteil der Kirche ist hinter einer Wand verborgen, davor
steht die Orgel. Die abgetrennten Räumlichkeiten werden heute anderweitig
genutzt. Der westliche Teil der 40 m langen Kirche hat ein Tonnengewölbe
aus Holz, der östliche Teil Sternengewölbe.
Foto: Dennis Wubs
Das kleine romanische Tympanon aus rotem Sandstein
im Chor der Kirche stammt aus der Zeit um 1200 und zeigt einen älteren,
bärtigen Mann, der Ippo genannt und als Stifter des Kirchenportals
angesehen wird, als auch den Entwerfer Ludbrud und den Bildhauer Menulfus.
Ebenfalls noch aus der ursprünglichen Kirche
stammen einige Sarkophage und Sarkophagdeckel aus dem 12. Jahrhundert.
Die schönsten stehen heute im Ostfriesischen Landesmuseum Emden, doch
sind auch einige davon in der Larrelter Kirche verblieben.
Ein kurzes Video der Kirche beim
Glockenläuten von Poldersiel eingestellt bei YouTube:
Kirchenbücher sind erhalten ab 1671
(Tote erst ab 1725). In der Fachstelle der Landschaftsbibliothek in Aurich, Fischteichweg 16,
Tel.: 04941-1799-43 liegen die Kirchenbücher Larrelt auf 57 Microfiches
vor.
Das OSBNr. 43
erschien bei der Upstalsboom-Gesellschaft über die Familien aus Larrelt.
Bei den Mormonen liegen neben dem Ortssippenbuch
Larrelt verfilmt vor
Kirchenbuchverfilmung
Taufen,
Heiraten, Tote 1671-1805 (l. & r. S.)
Film
Nr.:1417982
Taufen
1806-1852 (l. & r. S.) Heiraten 1806-1852 (l. & r.
S.)
Film-Nr.:1417983
Tote
1806-1852 (l. & r. S.) Taufen 1853-1875 (l. & r. S.)
Film-Nr.:1417984
Heiraten
1853-1875 (l. & r. S.) Tote 1853-1875 (l. & r. S.)
Film-Nr.:1417985
Kirchenbuchduplikat
Taufen,
Heiraten, Sterben 1828-1852
Film-Nr.1187709
Item 6
Taufen
1853-1874
Film-Nr.1187709
Item 7
Heiraten
1853-1874
Film-Nr.1187709
Item 8
Sterben
1853-1874
Film-Nr.1187710
Item 1
Standesamtsregister
Zivilstandsregister
1812
Film-Nr.
1258182 Item 9
In den QuF ("Quellen und
Forschungen", vierteljährlich erscheinende Zeitschrift der Upstalsboom-Gesellschaft)
Beestbeschreibung
ca. 1598 und Capitalschatzung 1606 und Personalschatzung 1663, Heft 2/
1997, Seite 54 ff.
Personalschatzungsregister
1719, Heft 1/
1996, Seite 9
van Assen, oo ca.1850 mit einem Schröder
aus Larrelt. Dieser Ast des Stammbaumes
kommt ursprünglich aus dem reformierten Teil Frieslands ( NL) aus der
Umgebung von Dokkum-Leeuwarden-Harlingen. Mich würde interessieren ob
noch mehrere" van Assens" in diese Umgebung gezogen
sind.
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lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu
machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht
werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie
einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:
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