Der
Ort gehörte ursprünglich zu Oestringen. Die Pest, die 1420 in
Ostfriesland ungezählte Opfer forderte, raffte in Leerhafe so viele
Menschen dahin, dass die wenigen Überlebenden den Ort verließen, der
erst später wieder besiedelt wurde.
1794 gehörten zum Kirchspiel Leerhafe 874 Einwohner und 172
Häuser.
1933 wurden 2160 Seelen betreut.
Der heutige Eingang der Kirche und
der Glockenturm auf der Westseite.
Untersuchungen haben bewiesen, dass der heutigen Leerhafer Kirche aus
der Zeit um 1450 drei Holzkirchen und eine Steinkirche vorausgingen. Die
erste Holzkirche dürfte um das Jahr 1000 errichtet worden sein. Bei jedem
erneuten Kirchbau wurde die Warf erhöht, so dass sie heute die stolze
Höhe von etwa 3 Metern erreicht hat. Einen besonderen Kirchturm hat die Leerhafer
Kirche nie gehabt, nur den
etwas abseits stehenden Glockenturm.
Sehr interessant ist der alte Friedhof. Da der
Friedhof mittlerweile umgezogen ist, sind die alten Grabsteine um die
Kirche herum erhalten geblieben.
Schon oft
musste die
Kirche renoviert werden. Solche Maßnahmen sind bekannt aus den Jahren
1655 bis 1660, 1859, 1861, 1981 bis 1986.
Bei den Arbeiten im 19. Jahrhundert wurde der
heutige Eingang auf der Westseite geschaffen, die Portale auf der Nord-
und Südseite verschlossen.
Schwere Schäden entstanden im 2.Weltkrieg. Im
Oktober 1981 bestand sogar akute Einsturzgefahr für das Gotteshaus.
Daraufhin erfolgte eine 5 Jahre dauernde Restaurierung.
Kirchenbücher
sind erhalten ab 1672,
Tote erst ab 1675. Lücken bestehen bei den Taufen 1699 und 1700, bei
den Toten 1695 bis 1700.
Über das Kirchspiel Leerhafe gibt es ein zweibändiges
OSB (Ortsfamilienbuch), das sehr ausführlich ist. Die Autorin beließ es nicht dabei, die
Familien anhand der in Leerhafe verfügbaren Daten zusammenzustellen.
Darüber hinaus wurden sämtliche Steuerlisten ausgewertet, und sogar
Linien nach außerhalb weiter verfolgt. Die verschiedensten Übersichten
machen dieses OSB zu einem Beispiel, das Schule machen sollte. Aus diesem
Grunde brauche ich mich auch gar nicht bemühen, an dieser Stelle weitere
Quellen aufzulisten. Frau Ruge hat mit Sicherheit keine einzige Quelle
ausgelassen. Leider ist dieses OSB schon lange vergriffen. Soweit ich
informiert bin, soll allerdings bald eine CD-Rom mit den Daten dieses OSBs
erhältlich sein. Wenn Sie nicht solange warten wollen, so bestellen Sie
sich das OSB einfach über Fernleihe zur Ansicht.
Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so
lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu
machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht
werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie
einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:
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