Ursprünglich war Loga ein selbstständiges
Dorf mit einer evangelisch-lutherischen und einer evangelisch-reformierten
Kirche. Im Jahre 1968 wurde Loga nach Leer eingemeindet.
Im 13. Jahrhundert wurde die Kirche von Loga als Langhaus im romanischen
Stil erbaut. Die
Apsis kam später hinzu und weist gotische Merkmale auf. Der Glockenturm
wurde neu erbaut, nachdem der ursprüngliche 1739 wegen Baufälligkeit
abgerissen worden war.
Foto:
Frisia Orientalis, www.wikipedia.org
Im Laufe der Jahrhunderte hat man die Kirche recht rauhen Veränderungen
ausgesetzt. so galt im 19. Jahrhundert ein Tonnengewölbe in Kirchen als
"schick". Prompt ging man in der Loga Kirche daran, die im
dreizehnten Jahrhundert aus Eichenbalken gezimmerte Balkendecke durch ein
himmelblaues Gewölbe zu ersetzen. Nun war die Decke für die Orgel zwar zu
niedrig, aber man sägte kurzerhand Löcher für die langen Orgelpfeifen in
die gerade neu erschaffene Holzdecke. Seither klangen die Lieder in der
Kirche etwas dumpf.
Auch bei anderen Ausstattungsgegenständen war man
wenig zimperlich. Der große Taufstein aus vorreformatorischer Zeit wurde
der Mode entsprechend im 19. Jahrhundert gegen einen kleineren ersetzt. Ein
Schmied aus Loga sah in dem alten Stein ein ideales Kühlbecken für
seine Werkstatt....und diesem Umstand ist wohl der Erhalt des Beckens zu
verdanken. Nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckte man den alten Taufstein wieder
und brachte ihn zurück in die Kirche. In den sechziger Jahren des gerade
vergangenen Jahrhunderts legte man dann auch die ursprüngliche Balkendecke
wieder frei.
Unter dem Chor befindet sich eine Gruft mit sieben Särgen, unter
anderem der des Oberst Erhard Reichsfreiherr von Ehrentreiter, der Anfang
des siebzehnten Jahrhunderts die Evenburg baute. Die Grabplatte des
Freiherren hat seinen Platz vor der Kanzel gefunden. Auf ihr stehen u.a.
folgende Worte: "...und der endlich an diesem Ort, gesättigt mit
Leben, Mühen und Ehren, eine sehr sanfte Ruhe gefunden hat und eine sehr
fröhliche Auferstehung erwartet."
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