Der Name Middoge kann als „mittlere Insel” gedeutet
werden und stammt aus einer Zeit, in der die Küste südlicher verlief.
Durch immer weiter nordwärts aufgeschüttete Deiche wurde Zug um Zug
fruchtbares Grodenland hinzugewonnen und auf diese Weise die ehemalige
Insel zu einem erhöhten Platz innerhalb gesicherter Feldmark.
In dieser Kirche herrschten rauhe Sitten,
zumindest der Sage nach: Früher war Middoge nach Tettens eingepfarrt.
Der Junker von Middoge wollte eine eigene Kirche und veranlasste den
Kirchenbau, um den späteren Pfarrer dahingehend zu belehren, dass dieser
den Gottesdienst erst beginnen dürfe, wenn der Junker eingetroffen sei.
Doch eines Tages, die Gemeinde hatte schon dreimal die Lieder gesungen,
wollte der Pfarrer nicht länger warten und begann mit der Predigt. Der
Junker betrat das Gebäude, erblickte den Pfarrer auf der Kanzel und
erschoss ihn mit Pfeil und Bogen. Er bereute anschließend seine Tat so sehr, dass er
zur Sühne der Kirche zu Tettens ein kunstvoll gemeißeltes
Sakramentshäuschen stiftete. Dieses steht noch heute dort in der Nähe
des Altars und trägt den Namen des Junkers zu Middoge und den Namen des
erschossenen Priesters.
1747 bis 1770 war hier Friedrich Adolf Josua Reuter,
gestorben 1.6.1770 in Middoge.
Ein kurzes Video vom Glockenläuten, gefilmt von Poldersiel:
Ev.-luth. Pfarramt Tettens/ Middoge
Schmiedestr. 7
26434 Tettens
Tel. 0 44 63/4 44
In den Sommermonaten ist die Kirche täglich geöffnet;
der Schlüssel zur Besichtigung der Kirche ist
ansonsten erhältlich bei der Küsterin M. Hinrichs, Müllerweg 6, 26434 Middoge,
Tel.: 04463/ 55334
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Kirchenbücher sind erhalten ab 1700
(Tote ab 1772). Kirchenbuchlücken bestehen bei den Taufen 1723-1749,
bei den Trauungen 1712-1715). Beim ev.-luth. Oberkirchrat in Oldenburg
liegen auf Microfiches die Jahre 1700 bis 1799 vor. 1800-1824 nur in Middoge selbst.
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