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Zur Ortsgeschichte
- Lage: 53.55°N
7.95°O
- Satellitenbild
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Die ev.-luth.
St.-Florian-Kirche
 Sie
ist heute die größte und zugleich besterhaltene Granitquaderkirche aus
romanischer Zeit, gilt als schönste Kirche des Jeverlandes.
Im 12. Jahrhundert gehörten 50 Bauernhöfe zum Kirchspiel Sillenstede.
Diese Familien haben durch beispielhafte Opferbereitschaft 1233 die Kirche
bauen lassen und schufen damit nicht nur ein Gotteshaus, sondern zugleich
einen Ort in ihrer Mitte, der ihr Leben schützte. Hoch auf einer Warf
gelegen war die St.-Florian-Kirche früher Zufluchtsort bei
Sturmfluten.Die verwendeten Steine sind teilweise bis zu 1.70 m lang, die
Mauerstärke beträgt 1,40m. Dokumente aus dem 16. Jahrhundert berichten,
dass im Laufe der Zeit 80 angebrachte Eisenanker das Ausbrechen der Steine
in der Außenmauern verhindern mußten.
Die Vorgängerkirche muß in der Nähe des Glockenturms gestanden haben.
In der Chronik des Klosters Östringfelde wird erwähnt, dass in der
großen Fehde 1148 bis 1168 mehrere Kirchen beraubt und beschädigt wurden,
darunter befand sich auch die Kirche von Sillenstede.
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Der
Glockenturm ist in dieser Form etwas Einmaliges im Jeverland. Es ist ein
abseits stehender, zweigeschossiger Bau mit Kreuzgewölbe im Untergeschoss
und ist wohl aus den Steinen der alten, abgebrochenen Kirche errichtet
worden.
In dem Glockenturm befindet sich eine Glocke von 1440 von dem berühmten
Glockengießer Gert Klinghe aus Bremen. Auf der einen Seite des
Glockenmantels ist Maria mit dem Jesuskind dargestellt, auf der anderen
Seite St.Florian. Die zwei anderen Glocken entstanden 1957.
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Das Innere der Kirche ist in weiß und gold gehalten. Im oberen
Bereich des vorderen Triumphbogens sind acht Heiligenfiguren aus der
Erbauungszeit in je zwei übereinander liegenden Nischen.
Besonders selten in Norddeutschlands Kirchen sind die
Ciborien. Das sind
die Altarüberdachungen beidseitig des Triumphbogens. In der rechten
Ciborie ist eine Gedenkstätte für die Sillensteder Gefallenen der
Weltkriege errichtet worden. Der Taufstein, auf dem Bild rechts neben dem
Altar erkennbar, stammt aus dem Jahre 1250.
Eine Besonderheit ist der Kirchenstuhl. Von ihm habe ich leider noch
kein Foto. Diesen Kirchenstuhl hat sich Johann Christoph von Honrichs (1695 bis
1749), hochfürstlicher Commisionsrat des Fürsten von Anhalt-Zerbst, Vogt
zu Rüstringen, Deichinspektor der Herrschaft Jever, Verwalter der
jeverländischen Güter des Fürsten, Amtmann von Marienhausen, Lehnsherr
des freiadeligen Landgutes Wulfswarfe/ Sillenstede um 1740 an die Nordwand
bauen lassen. Hier nahm er mit seiner Familie Platz, wenn er den
Gottesdienst in Sillenstede besuchte. Marienhausen bei Sande war der
Wohnsitz der Familie. Dort ist Honrichs am 1.2.1749 verstorben, am 5.2. in
der Sillensteder Kirche beigesetzt.
Weitere Informationen erhalten Sie beim
Anklicken dieser Fotos:
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Pastoren in Sillenstede waren:
- Eilhard Röver (1580 bis 1610),
- Magister Conrad Wagner, Pastor von 1617
bis 1650,
- Johann Olchers (1646 bis 1658).
Ihre Grabplatte befinden sich
noch heute in der Kirche. Abbildungen und Erläuterungen auf der Seite: Grabplatten
der Kirche Sillenstede
Im 18. Jahrhundert: Matthias und Remmer Tilling und Konsistorialrat
Anton Gramberg. An sie erinnern Epitaph an der Nordwand.
Der Friedhof von Sillenstede lädt zum Schlendern ein. Noch sind hier
alte Grabsteine zu bewundern.
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Adresse
Ev.-luth.Kirchengemeinde Sillenstede
Mühlenstr. 2
26419 Schortens
Tel.: 04423/ 991630
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Links zur Region bzw. Kirche
http://www.ev-kirche-sillenstede.de
Chronikkreis
Sillenstede
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Kirchenbücher und andere
Quellen
Kirchenbücher sind erhalten ab 1620 (Tote erst ab
1635). Dabei gibt es folgende Lücken in den Aufzeichnungen:
- Taufen: 1701 bis 1721 fehlen. Für die Jahre
1721 bis 1746 gibt es eine handschriftliche Kopie.
- Trauungen: 1648 bis 1650, 1652 - 1653,
handschriftliche Kopie für die Jahre 1730 - 1746
- Tote: 1642-1671, handschriftliche Kopie gibt es
für die Jahre 1727-1743
Einsicht in die Kirchenbücher: siehe unter Oldenburgische
Kirchenbücher. Beim ev.-luth. Oberkirchrat in Oldenburg liegen auf
Microfiches die Jahre 1620 bis 1840 vor.
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Familienforscher
dieses Kirchspiels
| Name des Forschers |
erforschte Familiennamen des Ortes |
Sprache |
| Dieter
Alexander |
Die
Familie Alexander ist seit etwa 1850 im Kirchspiel Sillenstede
anzutreffen. Die männlichen Vorfahren hat Herr Alexander bis 1791
erfasst. |
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Wenn Sie eine Homepage mit Forschungsergebnissen aus diesem Kirchspiel haben, so
lassen Sie sich doch hier bitte eintragen, um schnelle Kontakte möglich zu
machen. Wichtig ist die Angabe der Familiennamen, die in diesem Ort erforscht
werden, bzw. wurden und der REAL-Name des Forschers. Bei Interesse senden Sie
einfach eine Email mit dem Ort in der Betreffzeile an:
anmeldung@genealogie-forum.de
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Verwendete Quellen: siehe
bitte unter Impressum |
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Kirchen in
Schortens
Accum Schortens Sillenstede
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