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Zur Ortsgeschichte
- Lage: 53.63°N
7.67°O
- Satellitenbild
Stedesdorf wurde im Jahre 1137
erstmals urkundlich erwähnt.
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Die ev.-luth. Kirche
Eingepfarrte
Orte: Mamburg, Osteraccum, Gabens
Die
älteste Kirche des Harlingerlandes ist die Sendkirche St. Aegidii in
Stedesdorf, die vermutlich noch vor der Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut
wurde, nachdem schon eine Vorgängerkirche aus Holz bestanden hatte. Der
heilige Aegidius war der Schutzpatron der Erzeugnisse des Ackerbaus -
zweifellos eine wichtige Person in einer Gegend, in der hauptsächlich
Landwirtschaft betrieben wurde.
Als Sendkirche war die Stedesdorfer Kirche den
Kirchen von Buttforde, Burhafe, Dunum, Esens, Fulkum, Werdum und Thunum, außerdem
einer Reihe von durch die Nordsee verschlungenen Kirchen vorgesetzt. Bis
zur Reformation hatte die Kirche, ihrer Bedeutung entsprechend, vermutlich
3 Priesterstellen.
Der Grundriss der Kirche ist ungewöhnlich für Ostfriesland: an ein
breites Schiff schließt sich ein fast quadratischer, eingezogener Chor an.
Ursprünglich hatte der Chor eine Apsis, die aber im 15. Jahrhundert
abgerissen wurde. 1986 wurde der Tuffsteinbau grundlegend renoviert,
nachdem der schlechte Zustand eine vierjährige Schließung erfordert
hatte. Der Taufstein stammt noch aus dem 13. Jahrhundert, Kanzel und
Altar dagegen aus dem 17. Der ebenfalls im 17. Jahrhundert errichtete
Glockenturm aus Backsteinen steht abseits wie bei vielen ostfriesischen
Kirchen.
Noch 1691 berichtet der Stedesdorfer Pastor Johannes Müller-Cadovius (Sohn
des Generalsuperintendenten Matthias Cadovius und seiner Frau Anna Dorothea
Decker) davon, wie in Stedesdorf und seiner Umgebung noch die friesische
Sprache geehrt und gepflegt wurde, die Ende des 15. Jahrhunderts schon
allgemein ausgestorben und durch das niedersächsische Platt ersetzt worden
war, das als die Sprache des Binnenlandes und der Hanse dem auf Inseln und
Marsch begrenzten Friesisch übermächtig entgegenstand. Cadovius
dokumentierte, was er noch an friesischen Resten vorfand, unter anderem
"Buhske di Remmer", das einzige friesische Lied, das uns erhalten
geblieben ist.
Die Altargeräte erinnern noch heute an einige
frühere Pastoren. Ein Kelch aus dem Jahre 1629 erinnert z.B. an Pastor
Johannis Becker, der 1558 bis 1598 amtierte. Eine Dose von 1678 erinnert
an Pastor Johannes Müller, der sich ab 1690 Cadovius nennt. Geboren 1650
in Hamburg amtierte er in Stedesdorf 1675-1725. Auch die vier Kerzenhalter
der Kirche stammen von ihm: Den ersten widmete sich Müller selbst,
den zweiten seiner ersten Frau, die am 21.4.1681 starb. Die Inschrift
wurde allerdings später entfernt. Die weiteren widmete er seinen Söhnen
Peter Matthias und Johannes. Eine zinnerne Kanne schließlich ist seiner
zweiten Frau Elisabethae Smit aus Amsterdam gewidmet (oo 1682).
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Adresse
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Links zur Region bzw. Kirche
Denkmalprojekt.org
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Kirchenbücher und andere
Quellen
Kirchenbücher sind erhalten ab 1629. Lücken
gibt es leider bei den Taufen 1631, 1653-1658, 1685-88, 1725-28, bei den
Trauungen fehlen die Jahre 1653-58, 1685, 1725, bei den Toten fehlen
1685 und 1725.
Viele Familien finden Sie auch schon online in der
Datenbank von Ruth Menssen unter folgender Adresse: http://db.genealogy.net/ofb/stedesdorf/
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Familienforscher
dieses Kirchspiels
| Name, WWW-Adresse des Forschers |
erforschte Familiennamen des Ortes |
Sprache |
| Ludwig Geerken:
geerkenl[at]yahoo.de |
Oelrichs |
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Verwendete Quellen: siehe
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